Vor der Abreise solltest du entscheiden, ob das Bürsten der Katze fortgesetzt werden soll, kurze schriftliche Anweisungen hinterlassen und gemeinsam mit der Person üben, die bei ihr bleibt – sei es ein Katzensitter, ein Familienmitglied oder ein Nachbar. Lässt sich die Katze von dieser Person nicht anfassen, sollte sie das Fell nur beobachten; die Pflege kann dann bis zu deiner Rückkehr warten. Das gilt besonders für halb- oder langhaarige Katzen: Wichtiger als die Technik ist eine gute Übergabe.
Vor der Abreise: Entscheide, ob das Bürsten fortgesetzt werden soll
Vier Dinge helfen bei der Entscheidung: die Felllänge und die Neigung zu Verfilzungen, die Dauer deiner Abwesenheit, wie gut sich die Katze gerade von dieser Person anfassen lässt und ob bereits Knoten vorhanden sind. Es gibt drei Möglichkeiten: mit kurzen Einheiten weitermachen, das Fell nur beobachten und Auffälligkeiten melden oder alles bis zu deiner Rückkehr aufschieben.
| Situation | Was du bitten solltest |
|---|---|
| Langes oder halblanges Fell, neigt zu Knoten, Katze fühlt sich bei der Betreuungsperson wohl | Fortsetzen: kurze Einheiten an den Stellen, die sie akzeptiert, in dem Rhythmus, den du bereits verwendest |
| Die Katze lässt sich von dieser Person kaum oder gar nicht anfassen | Beobachten und melden: nicht bürsten, die Pflege wartet bis zu deiner Rückkehr |
| Kurze Abwesenheit und Fell verfilzt kaum | Aufschieben: keine Bitte zur Fellpflege, du kümmerst dich nach deiner Rückkehr darum |
Wenn bereits Knoten oder Filzstellen vorhanden sind, lass sie vor der Abreise von einem Katzenfriseur oder beim Tierarzt behandeln, nicht von der Betreuungsperson.
Der schriftliche Pflegeplan
Kopiere diese Liste, ergänze sie und lege sie gut sichtbar hin; schicke außerdem eine Kopie an die Betreuungsperson.
- Werkzeuge: Wo sie liegen und welches verwendet werden soll, nach Art beschrieben (zum Beispiel eine weiche Bürste oder ein Kamm), am besten eines, das die Katze bereits kennt.
- Rhythmus und Dauer: Der gewohnte Rhythmus deiner Routine und eine kurze Höchstdauer, damit aufgehört wird, bevor die Katze unruhig wird.
- Wo anfangen: Die Stellen, die die Katze akzeptiert, zum Beispiel Wangen und Hals.
- In Ruhe lassen: Die Stellen, die sie nicht mag, zum Beispiel Bauch, Schwanz und Pfoten.
- Signale zum sofortigen Aufhören: peitschender Schwanz, zuckende Rückenhaut, seitlich oder nach hinten gedrehte Ohren, die Katze dreht sich zur Hand oder geht weg.
- Niemals tun: Scheren benutzen, an Knoten ziehen, die Katze baden, neue Produkte ausprobieren, die Katze festhalten oder ihr nachlaufen.
- Fotografieren und melden: neue Knoten, Rötungen, Krusten, sichtbare Parasiten, büschelweise ausfallendes Fell, wenn die Katze sich nicht mehr putzt oder sich versteckt.
- Wen kontaktieren: dich und die behandelnde Tierarztpraxis, mit den Kontaktdaten in schriftlicher Form.
Wenn du die PawsPet-App nutzt, kannst du Rhythmus und Anweisungen griffbereit halten: Tippe im Tab „Aktivitäten“ auf das gelbe „+“, wähle die Katze unter „Tiere“ und den Typ „Bürsten“ (Kategorie „Hygiene“), stelle unter „Wiederholen“ den gewünschten Rhythmus ein, füge über die Zeile mit der Glocke eine Erinnerung für dich hinzu, schreibe die Anweisungen in „Notizen“ und speichere. Wenn die Betreuungsperson bereits ein PawsPet-Konto hat, öffne im Tab „Tiere“ die Katze, tippe auf das Menü ⋮, wähle „Mitwirkende“ und „Mitwirkende hinzufügen“, suche nach Name oder E-Mail-Adresse und erteile ihr unter „Aktivitäten“ die Berechtigung „Ansehen“: Die Katze erscheint dann unter „Mit mir geteilt“, und die Betreuungsperson sieht ihre „Aktivitäten“-Übersicht. „Ansehen“ unter „Gesundheit“ ist bereits vorausgewählt. Prüfe deshalb die Berechtigungen und erteile nur die nötigen. Der Zugriff läuft nicht automatisch ab: Nach deiner Rückkehr entfernst du die Person auf demselben Bildschirm. Der öffentliche Link unter „Teilen“ zeigt keine Aktivitäten an. Für Personen, die die App nicht verwenden, gelten daher weiterhin die schriftlichen Anweisungen.
Gemeinsam üben vor der Abreise
Übt einige Tage vor der Abreise eine Vorführung. Die Betreuungsperson lässt die Katze auf sich zukommen und probiert ein paar Bürstenstriche an den Stellen aus, die sie akzeptiert, während du zusiehst. Vereinbart gleich, dass die Einheit endet, wenn die Katze ausweicht, und dass es in Ordnung ist, sie auszulassen. Beim Üben zeigt sich, ob das Werkzeug ziept oder die Katze diese Person nicht akzeptiert. So kannst du den Plan vor der Abreise anpassen, zum Beispiel nur noch beobachten lassen.
Wenn ein Knoten oder etwas Beunruhigendes auftaucht
Die Betreuungsperson schneidet nichts ab und reißt nicht daran: Mit einer Schere kann die Katze verletzt werden. Sie fotografiert den Knoten und informiert dich. Dann entscheidest du, ob ihr bis zu deiner Rückkehr wartet oder du dich an einen Katzenfriseur wendest.
Rötungen, Wunden, unangenehmer Geruch, kahle Stellen, wenn die Katze sich nicht mehr putzt, weniger frisst oder sich versteckt, sind hingegen Gründe, ohne deine Rückkehr abzuwarten den Tierarzt zu kontaktieren. Halte das im Pflegeplan eindeutig fest. Die Betreuungsperson soll nicht herausfinden, worum es sich handelt, sondern nur beschreiben, was sie sieht, und Fotos schicken.
Nach der Rückkehr: Kontrollieren und langsam wieder anfangen
Kontrolliere gleich nach deiner Rückkehr in Ruhe die Stellen, an denen sich häufig Knoten bilden: hinter den Ohren, in den Achseln, am Bauch, an den Innenseiten der Oberschenkel und am Schwanzansatz. Wenn sich die Katze nach deiner Abwesenheit stärker entzieht, fang mit kurzen Einheiten wieder an und lass sie das Tempo bestimmen. Bei Filzstellen wende dich an einen Katzenfriseur oder an den Tierarzt.
Heute erledigen: Schreibe den Pflegeplan und vereinbare vor der Abreise einen gemeinsamen Übungstermin.
Häufig gestellte Fragen
Was, wenn eine kurzhaarige Katze einige Wochen lang nicht gebürstet wird?
Meistens ist es vor allem wichtig, sie zu beobachten: Wenn sich Fell oder Verhalten verändern, kontaktiere den Tierarzt. Wenn du unsicher bist, frage vor der Abreise deinen Tierarzt.



