Wenn ein Kind anfängt zu krabbeln oder sich selbstständig fortzubewegen, wird der Wassernapf unwiderstehlich: Es spielt damit, steckt die Hände hinein, kippt ihn um, versucht vielleicht daraus zu trinken – und der Boden bleibt nass. Ein Kindergitter, ein Möbelstück oder eine Tür sollen das Kind vom Futterplatz des Tieres fernhalten, nicht das Tier vom Wasser. Wähle einen Platz, den das Kind nicht erreicht, den Hund oder Katze aber ruhig nutzen können, und stelle den Napf schrittweise um.
Die Regel: Das Kind vom Futterplatz trennen, nicht das Tier vom Wasser
Den Napf wegzuräumen oder ihn nur zu bestimmten Zeiten aufzustellen, ist keine Lösung: Das Tier muss trinken können, wenn es Durst hat, nicht nur dann, wenn es uns gerade passt. Ein System, das davon abhängt, dass alle daran denken, funktioniert früher oder später nicht mehr.
Ziel ist es, unbeaufsichtigte Begegnungen zwischen dem Kind und diesem Bereich der Wohnung zu verringern. Verstecke den Napf nicht, sondern richte einen ruhigen Platz ein, der für das Tier jederzeit zugänglich und für das Kind unerreichbar ist. Keine Barriere ersetzt jedoch deine Aufmerksamkeit: Kind und Tier dürfen niemals allein zusammen sein.
Drei Möglichkeiten für den Standort
Hinter einem Kindergitter
Wähle einen Flur, die Küche oder einen Raum, den das Kind nicht durchquert, und sichere den Zugang mit einem Kindergitter. Das Tier muss jederzeit hinein können: Für Katzen gibt es Gitter mit einer kleinen Öffnung, die stabil und passend bemessen sein sollte. Wenn der Hund nicht hindurchkommt, muss der Napf bereits auf seiner Seite des Gitters stehen.
Oben, für die Katze
Ein Regal oder ein stabiles Möbelstück, das die Katze ohne Mühe erreicht, kann als Platz für ihren Napf dienen, außerhalb der Reichweite des Kindes. Diese Möglichkeit ist für eine ältere Katze oder eine Katze, die nur schwer springt, ungeeignet. Verwende einen schweren Napf, der nicht umkippt, wenn die Katze dagegenstößt.
Im Zimmer des Tieres
Wenn es ein Zimmer gibt, das vor allem das Tier nutzt, kannst du das Wasser dort bereitstellen. Lass die Tür angelehnt und sichere sie mit einem Türstopper, oder schaffe einen Durchgang für das Tier. Achte immer darauf, dass das Kind nicht durch dieselbe Öffnung hineingelangt. Wenn es das kann, reicht diese Lösung allein nicht aus.
Zusammengefasst:
| Lösung | Geeignet für | Achte auf |
|---|---|---|
| Hinter einem Kindergitter | Hunde und Katzen, wenn das Kind diesen Bereich nicht durchquert | Stabiles, passend bemessenes Gitter; freier Zugang für das Tier |
| Oben, für die Katze | Bewegliche Katzen, die mühelos hinaufkommen | Anstrengende Sprünge für ältere Katzen; schwerer Napf, der nicht umkippt |
| Im Zimmer des Tieres | Hunde und Katzen, die bereits ein eigenes Zimmer nutzen | Tür mit einem Türstopper sichern; Durchgang darf für das Kind nicht passierbar sein |
So stellst du den Napf um, ohne dass das Tier aufhört zu trinken
Das Umstellen des Wassernapfs gelingt, wenn du schrittweise vorgehst:
- Richte den neuen Platz ein, bevor du den alten Napf wegnimmst: mit frischem Wasser, einem standfesten Napf und genügend Zeit, ihn zu entdecken.
- Lass den alten Napf einige Tage stehen, aber nur, wenn du anwesend bist und beaufsichtigen kannst. Am neuen Platz muss immer Wasser bereitstehen.
- Nimm den alten Napf weg, sobald du siehst, dass das Tier den neuen ohne Zögern benutzt.
- Ändere immer nur eine Sache auf einmal: Stelle nicht am selben Tag Wasser, Futter, Schlafplatz und Katzenklo um.
- Halte das Wasser für die Katze vom Katzenklo fern.
- Beobachte, ob das Tier wie gewohnt trinkt. Meidet es den neuen Platz oder trinkt es weniger, gehe zum vorherigen Schritt zurück. Hält der Rückgang an, sprich mit der Tierärztin oder dem Tierarzt.
Boden, Kabel und tägliche Hygiene
- Trockener Boden. Lege eine Matte mit erhöhtem Rand unter den Napf und wische Spritzer und Pfützen sofort auf. Wischmopp und Eimer gehören außer Reichweite des Kindes.
- Kabel. Wenn du einen Trinkbrunnen verwendest, müssen Kabel und Steckdose außerhalb der Reichweite des Kindes sein. Ist das nicht möglich, ersetze ihn vorübergehend durch einen Napf.
- Hygiene. Hat das Kind das Wasser des Tieres berührt oder davon getrunken, wasche ihm Hände und Gesicht. Wenn du dir wegen seiner Gesundheit unsicher bist, frage die Kinderärztin oder den Kinderarzt. Wasche die Näpfe mit einem Schwamm, der ausschließlich dafür verwendet wird.
Wenn Hund oder Katze am Napf erstarrt
Nähert sich das Kind dem Napf, kann ein angespanntes Tier erstarren, das Kind fixieren, den Körper versteifen, knurren oder fauchen oder abrupt weggehen. Wenn das passiert:
- Trenne Kind und Tier ruhig voneinander, ohne zu schreien oder heftige Bewegungen zu machen.
- Bestrafe das Tier nicht: Es zeigt dir, wie es sich fühlt.
- Lass Kind und Tier niemals unbeaufsichtigt, auch nicht für einen Moment.
Bitte anschließend eine Hundetrainerin, einen Hundetrainer, eine Verhaltensberaterin, einen Verhaltensberater oder die Tierärztin beziehungsweise den Tierarzt um Rat. Berichte, was passiert ist und wann. Wenn du nicht weißt, an wen du dich wenden sollst, kannst du auf PawsPet nach Hundetrainern und Verhaltensberatern suchen und vor der Auswahl die Bewertungen lesen.
Checkliste für den neuen Platz
- Außer Reichweite des Kindes
- Für das Tier jederzeit zugänglich
- Frisches Wasser in einem standfesten Napf
- Trockener Boden mit einer Matte mit erhöhtem Rand
- Kabel und Steckdosen geschützt oder außer Reichweite
- Alten Napf erst wegnehmen, wenn sich das Tier an den neuen gewöhnt hat
Heute erledigen: Suche einen Platz in der Wohnung, den das Kind nicht erreicht, und stelle dort einen zweiten Napf auf.



