Am entspanntesten sind Streicheleinheiten und Spiele, wenn die Katze selbst entscheidet. Das Kind setzt sich hin, hält eine ruhige Hand hin, streichelt kurz über Kopf oder Wangen und hört dann auf, um zu sehen, ob die Katze mehr möchte. Zum Spielen wird ein Spielzeug verwendet, das die Hände auf Abstand hält: nicht hochheben, nicht hinterherlaufen. Ein Erwachsener ist dabei, besonders bei kleinen Kindern. Für jede Berührung, die der Katze nicht gefällt, gibt es eine unterhaltsame Alternative.
Die richtige Begrüßung: ruhige Hand und abwarten
Vier Schritte, die ihr auch gemeinsam mit den Kindern lesen könnt:
- Langsam näher kommen, nicht rennen, und sich auf den Boden oder ein Kissen setzen.
- Eine geschlossene Hand oder einen Finger auf Höhe der Katzenschnauze hinhalten, ohne sie zu berühren.
- Warten: Die Katze schnuppert vielleicht und reibt sich womöglich an der Hand.
- Wenn sie weggeht, ist die Begrüßung vorbei, und das ist völlig in Ordnung.
Reibt sich die Katze an der Hand, kann man sie kurz streicheln. Danach gilt die Pausenregel, in Worten für Kinder: Zähl bis drei und hör auf. Drückt die Katze während der Pause ihren Kopf gegen die Hand, kann man noch ein wenig weitermachen; dreht sie sich weg, schüttelt sie sich oder geht sie fort, hört man auf. Sofort aufhören, wenn der Schwanz peitscht oder die Ohren nach hinten angelegt sind.
Wo du die Katze streicheln kannst – und wo nicht
Viele Katzen mögen es besonders, am Kopf, an den Wangen und unter dem Kinn gestreichelt zu werden. Bauch, Schwanz und Pfoten sind für Kinder dagegen tabu: Auch wenn die Katze ihren Bauch zeigt, bedeutet das nicht unbedingt, dass sie gestreichelt werden möchte.
Jede Katze hat ihre eigenen Vorlieben. Der Erwachsene beobachtet, welche Stellen die eigene Katze mag, und erklärt es den Kindern. Am besten streichelt man langsam, mit dem Strich und mit flach aufgelegter, geöffneter Hand.
Ruhige Spiele, bei denen die Hände auf Abstand bleiben
Die Katzenangel mit einer Feder oder Stoff
Das Kind setzt sich hin und bewegt die Feder oder den Stoff langsam über den Boden, wie eine kleine Beute. Es lässt sie hinter einem Kissen verschwinden und lässt die Katze am Ende danach greifen. Nach dem Spielen räumt der Erwachsene die Katzenangel außer Reichweite der Katze: Schnüre und Bänder dürfen nicht herumliegen.
Ball und Kartons
Ein Ball, der weggerollt wird: Das Kind schiebt ihn sanft an, und die Katze entscheidet, ob sie ihm nachläuft. Ein Karton oder ein Tunnel, in den die Katze nur hineingeht, wenn sie möchte: Der Ausgang bleibt immer frei, und niemand steckt die Hände hinein, um sie zu suchen.
Die Jagd nach Trockenfutter
Nur mit einem Erwachsenen und nur, wenn die Katze Trockenfutter frisst. Nehmt ein paar Stückchen aus ihrer Tagesration, ohne zusätzliches Futter zu geben, und versteckt sie an leicht zugänglichen Stellen, zum Beispiel neben einem Kissen oder in einem offenen Karton. Kein Essen für Menschen.
So beendest du das Spiel. Werde mit den Bewegungen langsamer, lass die Katze den letzten „Fang“ machen und anschließend in Ruhe.
Stattdessen … probier lieber …
| Stattdessen … | Probier lieber … |
|---|---|
| Die Katze hochheben | Dich hinsetzen und sie auf deinen Schoß kommen lassen, wenn sie möchte |
| Sie umarmen oder festhalten | Sie kurz mit der geöffneten Hand streicheln |
| Ihr durch die Wohnung nachlaufen | Im Sitzen mit der Katzenangel spielen |
| Sie zum Spielen wecken | Sie aus der Ferne beim Schlafen beobachten oder sie malen |
| Mit Händen oder Füßen spielen | Immer ein Spielzeug benutzen |
| Sie beim Fressen oder auf der Katzentoilette berühren | Warten, bis sie fertig ist |
Der Grund ist ganz einfach: Hochgehoben und festgehalten zu werden, kann eine Katze erschrecken, sodass sie versucht, sich zu befreien. Und wenn Hände zum Spielzeug werden, lernt die Katze, danach zu greifen. Bietet ihr deshalb immer ein Spielzeug als Alternative an.
Eine kleine Spielroutine für die ganze Familie
Ein oder zwei kurze Spielzeiten am Tag reichen, möglichst immer ungefähr zur gleichen Zeit, mit einem Erwachsenen dabei und mit einer Pause bei den ersten Anzeichen von Unwohlsein. Keine Stoppuhr: Hört lieber einen Moment früher auf, bevor die Katze müde oder unruhig wird. Eine feste Uhrzeit hilft auch Kindern, auf ihre Reihe zu warten, statt die Katze ständig zu suchen.
In der PawsPet-App für Tierhalter kannst du daraus eine wiederkehrende Aktivität machen. Tippe in der Registerkarte «Aktivitäten» auf die Schaltfläche «+». Wähle unter «Aktivitätstyp auswählen» «Allgemein» » «Freies Spielen und Spazierengehen» und wähle unter «Tiere» die Katze aus. Lege unter «Wiederholen» den Rhythmus fest, zum Beispiel «N-mal täglich» mit zwei Uhrzeiten, und füge über «Einstellen» in der Zeile mit der Glocke eine Erinnerung hinzu. Tippe zum Schluss auf «Speichern». Tippe bei jedem Termin auf den kleinen Kreis, um ihn als erledigt zu markieren. Die Erinnerung hilft, an die Uhrzeit zu denken, aber ob gespielt wird, entscheidet immer die Katze.
Hat ein anderer Erwachsener im Haushalt bereits ein PawsPet-Konto, kann der Besitzer ihn über das Menü ⋮ auf der Katzenkarte unter «Mitwirkende» hinzufügen und die Berechtigung «Aktivitäten» erteilen. So kann er die Registerkarte «Aktivitäten» des Tieres sehen.
Heute anfangen: drei kurze Schritte
- Mit den Kindern drei Regeln auswählen und auf ein Blatt schreiben, zum Beispiel «Die Katze entscheidet», «Zähl bis drei», «Wir spielen mit der Katzenangel».
- Die erste Spielrunde im Sitzen auf dem Boden machen, ein Kind nach dem anderen, mit der Katzenangel und einem Erwachsenen daneben.
- Am Ende alle Spiele mit Schnüren oder Bändern außer Reichweite der Katze aufräumen.
Wenn die Katze weggeht, ist das in Ordnung: Es gibt noch eine andere Gelegenheit.



