Im September gehst du wieder ins Büro, jeden Tag oder im Hybridmodell: Jetzt ist der richtige Zeitpunkt, deinen Hund darauf vorzubereiten, solange du noch von zu Hause arbeitest. Nach Wochen, in denen du fast ständig da warst, bedeutet das für ihn eine große Veränderung im Alltag. Mit kleinen, vorhersehbaren Schritten lässt sie sich aber gut bewältigen.
Der Plan in Kürze: Beobachte, wie es ihm geht, wenn du nicht im selben Raum bist, nutze die Homeoffice-Tage, um kurze Trennungen zu üben, organisiere eine Betreuung und mache vor deiner Rückkehr eine Generalprobe. Wie viel Vorlauf nötig ist, hängt vom Hund ab. Halte dich also nicht an einem festen Termin fest: Fang sofort an und geh erst weiter, wenn der vorherige Schritt problemlos klappt.
Wie es ihm geht, wenn du nicht im selben Raum bist
Beobachte zunächst, wo du gerade stehst, bevor du etwas übst. Schließ während eines Telefonats die Tür zum Arbeitszimmer und achte darauf, wie sich dein Hund verhält. Probiere auch einen kurzen Gang nach draußen aus, zum Beispiel zum Einkaufen. Um zu sehen, was er macht, wenn du nicht da bist, kannst du ein Telefon oder eine Videokamera in einem Raum zurücklassen und dir die Aufnahme später in Ruhe ansehen.
Auf folgende Anzeichen solltest du achten:
- anhaltendes Lautgeben, zum Beispiel Bellen, Winseln oder Heulen, das nicht aufhört;
- Kratzen oder Zerstören von Gegenständen in der Nähe von Türen und Fenstern;
- Lösen in der Wohnung nur dann, wenn du nicht da bist;
- sehr starke Unruhe bei deiner Rückkehr.
Diese Beobachtungen dienen nicht dazu, eine Diagnose zu stellen. Sind die Anzeichen jedoch ausgeprägt, wende dich an den Tierarzt oder eine Fachkraft für Verhalten, bevor du die Abwesenheiten verlängerst. Einen eigenen Artikel zur Trennungsangst findest du hier im Blog.
Kurze Trennungen an Homeoffice-Tagen
Besprechungen und Arbeitsblöcke bieten sich als Training an. Bring deinen Hund in einen gemütlichen Bereich und gib ihm eine ruhige Beschäftigung, die für ihn geeignet ist. Schließ während eines Teils des Telefonats die Tür oder das Kindergitter. Bleibt er entspannt, kannst du die Trennung beim nächsten Mal etwas verlängern. Entscheidend ist seine Reaktion, nicht die Uhr: Wird er unruhig, geh zum vorherigen Schritt zurück. Ist sein Unwohlsein ausgeprägt, verlängere die Trennung nicht und hol dir wie oben beschrieben Unterstützung.
Baue kurze tatsächliche Abwesenheiten ein und gestalte Aufbruch und Rückkehr möglichst neutral: keine langen Abschiede und keine überschwängliche Begrüßung bei der Ankunft. Übe auch die Signale, die deinem Aufbruch vorausgehen: Nimm gelegentlich die Schlüssel oder zieh die Schuhe an und bleib dann zu Hause. So werden diese Handlungen nicht zu einem Ritual, das deine Abwesenheit jedes Mal ankündigt.
Schimpfe niemals mit deinem Hund, wenn du zurückkommst, egal, was du vorfindest: Notiere, was passiert ist, und vergleiche es mit den oben genannten Anzeichen. Lass ihm nur dann unbeaufsichtigt Kauartikel da, wenn sie für deinen Hund sicher sind.
Wer sich um ihn kümmert, wenn du den ganzen Tag außer Haus bist
An langen Tagen braucht dein Hund jemanden außer dir. Wähle die Betreuung passend zu seinen Bedürfnissen:
- Gassi-Service zur Tagesmitte: Unterbricht die Wartezeit mit einem Spaziergang und etwas Bewegung, deckt aber nicht die übrigen Stunden ab.
- Hundetagesstätte: Der Hund verbringt den Tag in Gesellschaft; geeignet für Hunde, die sich mit anderen Hunden wohlfühlen.
- Haustiersitter: Eine Person kümmert sich gezielt um deinen Hund. Das ist hilfreich, wenn er individuelle Aufmerksamkeit braucht.
- Familienmitglied oder Nachbar: Eine Vertrauensperson, mit der du klare Zeiten vereinbaren solltest. Kläre auch eine Alternative für den Fall, dass sie nicht verfügbar ist.
Für welche Lösung du dich auch entscheidest: Vereinbare vor deiner Rückkehr ein erstes Treffen mit dem Hund und einen Probetag. So siehst du, wie er reagiert, und kannst in Ruhe nachjustieren. Um rechtzeitig mit der Suche zu beginnen, kannst du in der Registerkarte „Dienste“ der PawsPet-App nach Gassi-Services, Hundetagesstätten und Haustiersittern suchen. Wähle dazu die Dienstleistungsart („Gassi-Service“, „Hundetagesstätte“, „Haustierbetreuung“) und die Region aus. Der Chat mit dem Anbieter wird erst nach einer Bestellung geöffnet; die Verfügbarkeit ist nicht garantiert.
Generalprobe mit den neuen Zeiten
Stelle in den letzten Wochen vor deiner Rückkehr nach und nach Wecker, Morgenspaziergang, Mahlzeiten und abendlichen Aufbruch auf die neuen Zeiten um. Verbringe anschließend mindestens einen ganzen oder halben Tag außer Haus, während dein Hund bei der Person bleibt, die sich um ihn kümmern wird. Wenn du zurückkommst, beobachte, wie es ihm geht, frag nach dem Ablauf und passe an, was nicht gut funktioniert hat. Je ähnlicher die Probe einem echten Arbeitstag ist, desto hilfreicher ist sie: gleiche Zeiten, gleiche Regeln, gleiche Betreuungsperson.
Bei der Spätsommerhitze solltest du längere Spaziergänge in die kühleren Stunden legen.
Schriftliche Anweisungen für die Betreuungsperson
Auch eine erfahrene Betreuungsperson kennt die Gewohnheiten deines Hundes nicht. Schreib eine einfache Seite mit folgenden Angaben:
- Zeiten für Spaziergänge, Mahlzeiten und Ruhe;
- Art und Menge des Futters, wie von dir oder dem Tierarzt festgelegt;
- Regeln an der Leine und im Umgang mit anderen Hunden;
- Stresssignale deines Hundes;
- Kontaktdaten des Tierarztes und für Notfälle.
Einen eigenen Artikel zu Schlüsseln und Verträgen mit einem Gassi-Service findest du hier im Blog.
Ergänzend zu den Anweisungen kannst du das Profil deines Hundes teilen: In PawsPet kannst du die Betreuungsperson als Mitwirkende für das Tier hinzufügen. Öffne in der App das Profil des Tieres und tippe dann auf ⋮ » „Mitwirkende“ » „Mitwirkende hinzufügen“. Suche nach Namen oder E-Mail-Adresse. Die Person benötigt ein PawsPet-Konto. Wähle vor der Bestätigung für jeden Bereich aus, ob du nur die Ansicht oder auch Änderungen erlauben möchtest: Bei den Berechtigungen ist zunächst nur die Ansicht der Gesundheitsdaten ausgewählt. Der Zugriff bleibt aktiv, bis du die mitwirkende Person entfernst. In der App können Mitwirkende keine Dokumente und keinen Heimtierausweis sehen.
Alternativ kannst du über ⋮ » „Teilen“ einen öffentlichen Link mit Lesezugriff aktivieren. Wer ihn öffnet, sieht die grundlegenden Stammdaten, einschließlich Mikrochip und Standort, sofern diese Angaben hinterlegt sind, sowie eine Gesundheitsübersicht. Gib den Link nur an Personen weiter, die ihn benötigen, und deaktiviere die Freigabe, sobald sie nicht mehr gebraucht wird. Beachte, dass bei einer erneuten Aktivierung derselbe Link wieder gültig ist.
An den übrigen Tagen zu Hause
Wenn du hybrid arbeitest, solltest du an den Tagen zu Hause nicht wieder ständig bei deinem Hund sein. Behalte auch dann Trennungszeiten und ähnliche Abläufe wie an Bürotagen bei: gleiche Zeiten für Aufstehen, Spaziergänge und Mahlzeiten sowie einige Abschnitte des Tages, in denen dein Hund in seinem Bereich bleibt, während du arbeitest. So fällt der Unterschied zwischen Tagen zu Hause und Tagen außer Haus weniger stark aus.
Drei Schritte für diese Woche:
- Beobachten: Schließ während eines Telefonats die Tür zum Arbeitszimmer oder geh kurz für eine Erledigung nach draußen. Notiere, wie dein Hund reagiert.
- Üben: Baue an jedem Homeoffice-Tag eine kurze, neutrale Trennung ein und verlängere sie nur, wenn dein Hund ruhig bleibt.
- Organisieren: Entscheide, wer sich an langen Tagen um ihn kümmert, und vereinbare ein erstes Treffen.



