Bereite die Wohnung vor deiner Abreise so vor, dass sie auch dann möglichst kühl und sicher bleibt, wenn niemand da ist: Sorge für Schatten an den sonnenbeschienenen Seiten, Zugang zu den kühleren Räumen, mehrere Wasserstellen und dafür, dass Fenster nur unter sicheren Bedingungen geöffnet bleiben. Gib dem Tiersitter eine Checkliste für jeden Besuch und eine klare Regel mit: Wenn das Tier in Not ist, sofort den Tierarzt anrufen.
Vor der Abreise: Sieh dir die Wohnung zur heißesten Tageszeit an
Gehe an einem warmen Tag vor deiner Abreise während der heißesten Stunden durch die Wohnung. Notiere, welche Räume direkte Sonne abbekommen und welche kühler bleiben. Wenn du ein Thermometer hast, nutze es nur, um die Räume miteinander zu vergleichen.
Bereite dann die Räume vor:
- Lass die Rollläden herunter oder schließe die Vorhänge an den sonnenbeschienenen Seiten.
- Sorge dafür, dass die kühleren Räume zugänglich sind, und gib an, welche Innentüren offen bleiben müssen, damit sich das Tier frei bewegen kann.
- Sperre Wintergärten, Dachböden und andere Räume aus, die sich stark aufheizen.
Wenn du eine Klimaanlage oder einen Ventilator eingeschaltet lässt, erkläre, wie das Gerät funktioniert und was zu tun ist, wenn es ausgeht. Verlass dich nicht allein auf ein Gerät: Die Planung muss auch die Zeiten ohne Strom berücksichtigen.
Wasser: mehrere Stellen und Kontrolle bei jedem Besuch
Stelle mindestens zwei Wasserstellen in verschiedenen Räumen bereit, mit stabilen Näpfen, die nicht leicht umkippen. Wenn du einen Trinkbrunnen verwendest, stelle zusätzlich einen normalen Wassernapf hin: Es muss auch dann Wasser verfügbar sein, wenn der Brunnen ausfällt.
Nimm diese Kontrollen für jeden Besuch in die Anweisungen auf:
- Wasser wechseln und alle Wasserstellen überprüfen, nicht nur die am nächsten zum Eingang.
- Notieren, ob der Wasserstand gesunken ist.
- Umgekippte Näpfe oder Wasser auf dem Boden melden.
Stelle die Fütterung nicht unmittelbar vor der Abreise um: Lass den Tiersitter bei den bereits bekannten Gewohnheiten und Anweisungen, ohne während deiner Abwesenheit zusätzliche Änderungen einzuführen.
Fenster, Balkone und Türen: Lüften ohne Risiko
Zum Lüften ein Fenster offen zu lassen, mag die einfachste Lösung sein, birgt für Katzen jedoch die Gefahr, herauszufallen oder zu entlaufen. Auch ein gekipptes Fenster ist keine Ausnahme: Lass es nicht für die Katze zugänglich.
Ein Balkon oder Garten in der Sonne ohne Schatten und Wasser ist für einen Hund kein geeigneter Ort, um auf den Tiersitter zu warten.
Formuliere eine klare Regel: Fenster und Zugänge zu Balkonen bleiben genau so, wie du sie hinterlassen hast. Der Tiersitter darf nur dann zum Lüften ein Fenster öffnen, wenn ihr es abgesprochen habt und das Fenster gesichert ist. Beim Kommen und Gehen muss er die Tür sofort schließen und darf sie nicht angelehnt lassen, während er Taschen oder Schlüssel ordnet.
Besuche und Gassirunden zu kühleren Tageszeiten
Plane die Gassirunden am frühen Morgen und am Abend, nimm Wasser mit und halte die Runden an besonders heißen Tagen kürzer. Lass den Hund niemals in einem geparkten Auto zurück.
Um zu entscheiden, ob mehr Besuche als üblich nötig sind, berücksichtige:
- Wie stark sich die Wohnung zwischen den Besuchen aufheizt.
- Wie viel das Tier trinkt.
- Alter und Gesundheitszustand; befolge dabei die Hinweise des Tierarztes.
- Ob eine Kühlanlage vorhanden ist.
- Ob der Hund raus muss.
Beim Besuch einer Katze geht es vor allem darum, Wasser, Katzenklo und Raumtemperatur zu kontrollieren. Auch wenn der Tiersitter über Nacht bleibt, solltest du gesondert planen, wie die Tagesstunden abgedeckt werden.
Wenn du mehr Besuche brauchst, als dein Tiersitter anbieten kann, kannst du im Tab «Servizi» der PawsPet-App für Tierhalter nach «Pet sitting» suchen, «Modalità di erogazione» auf «A domicilio» einstellen und vor der Buchung den Abschnitt «Disponibilità» des Dienstes prüfen. Die Verfügbarkeit hängt von den Fachkräften in deiner Nähe ab: Die Suche garantiert nicht, dass alle erforderlichen Besuche gefunden werden.
Wenn der Tiersitter das Tier in Not vorfindet oder der Strom ausfällt
Sehr angestrengtes Atmen, Schwäche oder ein Verhalten, das deutlich vom Üblichen abweicht, sind Beispiele für Warnzeichen, die nicht ignoriert werden sollten. Hinterlasse folgende Anweisung: Bring das Tier in den kühlsten Raum und rufe sofort den Tierarzt an, der dir sagt, was zu tun ist; benachrichtige anschließend dich. Notiere die Kontaktdaten des Tierarztes auf dem Anweisungsblatt.
Lege für einen Stromausfall im Voraus fest:
- Wen die Person mit einem Ersatzschlüssel anrufen soll, und notiere ihre Kontaktdaten.
- Wie die Klimaanlage und der Trinkbrunnen auf ihre Funktion überprüft werden.
- Wer zusätzliche Besuche übernehmen kann, falls die Geräte ausfallen.
Wenn der Hund Angst vor Sommergewitter hat, gib an, wo er sich versteckt, und bitte den Tiersitter zu notieren, wie er reagiert.
Gehe vor deiner Abreise zur heißesten Tageszeit mit dem Anweisungsblatt in der Hand durch die Wohnung. Ergänze die sommerlichen Kontrollen, die bei jedem Besuch wiederholt werden sollen, und gehe sie mit dem Tiersitter durch. Kläre dabei, was zu tun ist, wenn etwas nicht funktioniert.



