Einen Welpen nach Hause zu bringen, ist eine Mischung aus Begeisterung und Panik: Pfützen auf dem Teppich, nächtliches Jaulen, Bisse in die Hände, Rennen durch die Wohnung. Gerade in den ersten 30 Tagen zu Hause werden die Grundlagen der Welpenziehung gelegt: Regeln, Routinen und Gewohnheiten, die dir das Leben in den nächsten Jahren entweder erleichtern oder erschweren.
In diesem Praxisratgeber sehen wir uns an, wie man Folgendes meistert:
- die ersten Tage des Welpen zu Hause
- wie man den Welpen an die Stubenreinheit gewöhnt
- Schlaf, Bisse, Spiel und Umgang mit dem Alleinsein
- Sozialisierung mit Menschen, Hunden, Geräuschen und Umgebungen
- eine einfache tägliche Routine, um Fehler zu vermeiden, die später schwer zu korrigieren sind.
Warum die ersten 30 Tage mit dem Welpen so wichtig sind
Hunde lernen immer, aber die sensible Sozialisierungsphase (grob zwischen der 3. und 12./16. Lebenswoche) ist entscheidend. In diesen Wochen:
- entwickelt der Welpe seine Art, mit der Welt umzugehen
- lernt er, was normal ist und was „komisch“ ist
- verknüpft er Erfahrungen mit Emotionen (positiv oder negativ)
- prägt er sich Gewohnheiten ein (wo er schläft, wo er sein Geschäft verrichtet, wie gespielt wird).
Was wie kleine Kompromisse erscheint („Heute lasse ich ihn im Bett schlafen, später sehen wir weiter“, „Er soll erstmal im Wohnzimmer sein Geschäft machen, er ist ja noch klein“) wird oft zu einer Gewohnheit, die sich später nur schwer ändern lässt.
Darum ist es sinnvoll, von Anfang an zu setzen auf:
- klare, aber sanfte Regeln
- eine vorhersehbare Routine
- positive, schrittweise und kontrollierte Erlebnisse.
Bevor der Welpe nach Hause kommt: die Umgebung vorbereiten
Ein guter Start verhindert viele Probleme in den ersten Wochen.
Was man zu Hause vorbereiten sollte
-
Ruhezone
- Hundebett oder Kennel/Transportbox (geräumig und als Höhle genutzt, niemals als Strafe)
- weiche Decke
- ruhiger Ort, abseits von viel Durchgangsverkehr
-
Futterzone
- Wassernapf immer verfügbar
- Futternapf (fest am selben Platz)
- leicht zu reinigende Oberfläche
-
Innenbereich für die Stubenreinheit (falls nötig)
- Welpenunterlagen oder Hygienematten in einem gut erreichbaren, aber nicht zentralen Bereich
- Abstand zu Schlaf- und Futterplatz
-
Spielzeug und Kauartikel
- weiche Beißspielzeuge
- Kong oder Spielzeug, das mit Futter befüllt werden kann
- ein paar Wurfspiele (aber keine Ball-Marathons)
-
Sicherheit
- Stromkabel verstecken
- giftige oder zerbrechliche Gegenstände entfernen
- potenziell gefährliche Pflanzen außer Reichweite stellen
Schnelle Checkliste vor der Ankunft
- Schlafplatz in ruhiger Zone vorbereitet
- Wasser-/Futternäpfe aufgestellt
- Unterlagen (falls vorgesehen) bereits ausgelegt
- Spielzeug und Kauartikel verfügbar
- Kontakte von Tierarzt und Hundetrainer gespeichert
- Wohnung welpensicher gemacht (keine gefährlichen Gegenstände auf dem Boden)
Tag 1–3: Eingewöhnung und erste Regeln
In den ersten Tagen des Welpen zu Hause ist die Priorität nicht, „Kommandos beizubringen“, sondern:
- ihm ein Gefühl von Sicherheit zu geben
- den Stress durch die Trennung von Mutter und Geschwistern zu reduzieren
- ihm die ersten Grundroutinen zu zeigen: Fressen, Schlafen, Stubenreinheit.
Die Ankunft zu Hause
- Wähle einen ruhigen Moment, ohne Familien- und Freundesbesuch.
- Sobald ihr ankommt, bringe ihn direkt an den Stubenreinheitsplatz (Garten oder Unterlage) und habe Geduld.
- Lass ihn die Wohnung in Ruhe erkunden, ohne ihm in jedem Raum hinterherzulaufen.
- Stelle ihm von Anfang an die Ruhezone vor, indem du ihn mit ein paar Leckerchen in die Nähe des Bettes führst.
Die ersten 3 Regeln, die du sofort festlegen solltest
-
Wo geschlafen wird
- Entscheide schon am ersten Tag, ob er im Schlafzimmer schlafen darf oder nicht.
- Es ist nicht „falsch“, ihn anfangs in deiner Nähe schlafen zu lassen: Im Gegenteil, das hilft ihm, sich weniger allein zu fühlen.
- Wichtig ist die Konsequenz: Vermeide es, alle zwei Tage deine Meinung zu ändern.
-
Wo das Geschäft erledigt wird
- Wenn du einen Garten hast: Jeder Gang geht in den Garten, nicht frei in der Wohnung herum.
- Wenn du keinen Garten hast: Bestimme einen Bereich mit Unterlage und bringe ihn dorthin nach dem Fressen, Schlafen und Spielen.
-
Wie ihr miteinander umgeht
- Vermeide es, ihn zu überdrehen (Geschrei, Rennen, alle fassen ihn gleichzeitig an).
- Bevorzuge ruhige Interaktionen, Streicheln und kurze Spiele.
Die Welpenroutine: So organisierst du die ersten 30 Tage
Eine klare und wiederkehrende tägliche Routine hilft dem Welpen dabei:
- sich sicherer zu fühlen
- zu verstehen, was wann passiert
- schneller zu lernen, wo er sein Geschäft erledigt und wie er sich verhalten soll.
Einfaches Grundschema (an deinen Tagesablauf anpassbar)
Für einen Welpen von 2–4 Monaten ungefähr:
-
Früher Morgen (6:30–7:30)
- Stubenreinheitsgang / Unterlage
- kurzes, ruhiges Spiel oder gemeinsame Zeit
- Frühstück
- danach erneut raus für das Geschäft
-
Vormittag
- Schlaf (auch 1–2 Stunden)
- kurzer Gang für die Stubenreinheit
- ein paar Minuten Spiel / Erkundung
-
Mittag / früher Nachmittag
- Mahlzeit (wenn noch 3 Mahlzeiten am Tag)
- Stubenreinheitsgang
- Schlaf
-
Nachmittag
- kurzer Spaziergang (wenn Impfungen es erlauben, nach tierärztlicher Empfehlung)
- schrittweise Sozialisierung mit Geräuschen, Menschen, Autos
- Rückkehr und Ruhe
-
Abend
- Mahlzeit
- Stubenreinheit
- Spiel + Entspannung mit der Familie
- letzter Gang vor der Nacht
Stubenreinheit beim Welpen: So gewöhnst du ihn richtig daran
Eines der wichtigsten Ziele der Welpenziehung in den ersten Wochen ist es, den Welpen an den richtigen Ort für sein Geschäft zu gewöhnen.
Wann man ihn rausbringt (oder zur Unterlage führt)
Wichtige Momente:
- direkt nach dem Aufwachen
- nach dem Fressen
- nach dem Spielen
- nach einem Moment der Aufregung (Besuch, Rennen)
- alle 1–2 Stunden in den ersten Wochen, später schrittweise länger.
Wie man sich am Ort für das Geschäft verhält
- Bringe ihn immer an denselben Ort (Garten oder Unterlage).
- Warte ruhig und neutral, ohne ihn mit zu viel Spiel abzulenken.
- Wenn er sein Geschäft erledigt:
- mit sanfter Stimme loben („Bravo“, „Fein!“)
- nach 1–2 Sekunden kannst du ein kleines Futterleckerli geben.
- Gehe ohne großes „Tamtam“ wieder nach Hause zurück.
Fehler, die man bei der Stubenreinheit vermeiden sollte
- Schimpfen oder bestrafen, wenn er in die Wohnung macht:
- kein Schnauze-in-die-Pfütze
- kein Anschreien oder Klapsen
- kein Hinterherjagen mit Zeitung
- Nicht vor seinen Augen putzen: Besser ihn kurz in einen anderen Raum bringen.
- Verwende enzymatische Reiniger, die den Geruch wirklich entfernen und nicht nur überdecken: Wenn er den Geruch wahrnimmt, wird er dort eher wiederhin machen.
Schlaf und Nachtmanagement: Weinen, Angst, Aufwachen
Es ist häufig, dass der Welpe in den ersten Nächten weint oder fiept. Das ist kein Trotz: Er hat gerade Mutter, Geschwister und die vertraute Umgebung verloren.
Strategien für die ersten Nächte
- Stelle das Bettchen in deine Nähe oder im selben Raum auf, zumindest in den ersten Wochen.
- Hilfreich sein können:
- eine Decke mit dem Geruch des Wurfs (falls verfügbar)
- ein weiches Plüschtier
- ein gedimmtes Licht, wenn die Wohnung komplett dunkel ist.
Wenn er weint:
- sprich mit ruhiger Stimme
- du kannst die Hand zu ihm ausstrecken, ohne ihn alle 30 Sekunden aus dem Bettchen zu holen
- vermeide es, das Weinen in ein Spiel zu verwandeln.
Soll er im Bett schlafen?
- Das ist weder Pflicht noch Tabu: Es ist eine persönliche Entscheidung.
- Wenn du nicht möchtest, dass er später als erwachsener Hund im Bett schläft, ist es besser, gar nicht erst damit anzufangen.
- Wenn du dich dafür entscheidest, bleibe dauerhaft bei derselben Regel (nicht nur „in den ersten Nächten“).
Welpenbisse: wie man sie ohne Schreien handhabt
Die Welpenbisse gehören zu den größten Stressfaktoren für Familien: Hände, Füße, Kleidung, Möbel … er beißt alles an.
Das ist jedoch ein normales Verhalten: Er erkundet die Welt mit dem Maul, wechselt die Zähne und baut Energie ab.
Was tun, wenn er Hände und Füße beißt
- Nicht schreien, nicht schlagen, nicht an der Schnauze ruckeln.
- Unterbrich die Interaktion sanft:
- Spiel stoppen
- Hand oder Fuß wegziehen
- aufstehen, wenn du am Boden warst.
- Biete ein alternatives Objekt an:
- Beißspielzeug
- altersgerechter Kauartikel
- Wenn er statt Hände das Spielzeug beißt:
- ruhig loben
- du kannst ihm ein paar Sekunden zusätzliches Spiel schenken.
Gute Gewohnheiten, um das Beißen zu reduzieren
- Vermeide Spiele, die nur auf vor dem Welpen wild bewegten Händen basieren.
- Ermutige ihn nicht dazu, Hände wie ein Spielobjekt „zu schnappen“.
- Biete jeden Tag:
- geeignetes Kauen (Spielzeug, Kong, vom Tierarzt empfohlene Snacks)
- ausreichend Ruhezeiten (ein Welpe, der ständig beißt, ist oft einfach zu müde).
Sozialisierung: Was der Welpe in den ersten 30 Tagen kennenlernen sollte
Die Sozialisierung des Welpen bedeutet nicht nur „viele Hunde sehen“: Es geht vor allem darum, ihm positive, kontrollierte und schrittweise Erfahrungen mit der menschlichen Welt zu ermöglichen.
Was schrittweise eingeführt werden sollte
- Verschiedene Menschen
- Erwachsene, Kinder (immer beaufsichtigt), Menschen mit Hüten, Brillen, langen Mänteln
- Andere sichere Hunde
- ausgeglichene, geduldige erwachsene Hunde
- nicht nur ausgelassene Welpen
- Umgebungen
- ruhige Gehwege
- Parkplätze (aus der Distanz)
- Treppen, Aufzüge, wenn sie Teil eurer Routine sind
- Geräusche
- Staubsauger
- Föhn
- leichter Verkehrslärm
- Klingel
So wird die Sozialisierung positiv
Bei jeder neuen Erfahrung:
- halte Sicherheitsabstand ein (er muss nicht alles und jeden direkt berühren)
- achte auf die Körpersprache:
- Schwanz eingezogen, angelegte Ohren, niedrige Körperhaltung = zu viel Stress
- verknüpfe die Erfahrung mit:
- leckeren Belohnungen
- ruhiger Stimme
- der Möglichkeit, sich zu entfernen, wenn es ihm unangenehm ist.
Umgang mit dem Alleinsein: von Anfang an üben (aber mit Maß)
Auch wenn du oft zu Hause bist, ist es wichtig, dass der Welpe von Anfang an lernt, dass kurzes Alleinbleiben normal und sicher ist.
So startest du in den ersten 30 Tagen
-
Üben in deiner Anwesenheit
- Setze ihn in einen abgesicherten Bereich oder in einen Raum mit Bett, Wasser und Spielzeug.
- Entferne dich nur um ein paar Meter, bleibe dabei in der Wohnung.
- Kehre nach wenigen Minuten neutral zurück (ohne großes Begrüßungsfest).
-
Kurze echte Abwesenheiten
- Verlasse die Wohnung für 1–3 Minuten und komme wieder.
- Verlängere die Zeit schrittweise, je nachdem, wie er reagiert.
- Am Anfang besser nicht über 30–60 Minuten gehen.
-
Bevor du ihn allein lässt
- bringe ihn noch einmal zur Stubenreinheit
- biete ein Kauspielzeug oder einen gefüllten Kong an
- führe ein kurzes, immer gleiches Abschiedsritual ein (kein Drama).
Wenn du längeres, verzweifeltes Jaulen, starke Zerstörung oder deutliche Stressanzeichen bemerkst, sprich mit einem Hundetrainer oder deinem Tierarzt.
Spiele, Hausregeln und Energie managen
Ein Welpe muss nicht stundenlang rennen, um glücklich zu sein: Er braucht vielfältige Erfahrungen und muss lernen, seine Emotionen zu regulieren.
Nützliche Spielarten
- Schnüffelspiele
- ein paar Kroketten auf dem Teppich oder im Garten verstreuen
- Schnüffelteppiche verwenden
- Problemlösespiele
- Kong mit Nassfutter oder Pastete
- Spielzeug, das geöffnet werden muss, um an das Futter zu kommen
- Bindungsspiele
- Zerrspiele mit Regeln (auf Signal loslassen, Pause bei zu viel Aufregung)
- kurze Grundübungen (Sitz, Komm, Bleib) mit Belohnung.
Grundregeln im Haus
- Kein Anspringen von Menschen:
- belohne, wenn alle 4 Pfoten am Boden sind
- ignoriere das Anspringen (nicht wegdrücken, nicht schreien)
- Zugang zu Sofa/Bett:
- entscheide es von Anfang an und bleibe konsequent
- Off-limits-Gegenstände (Schuhe, Kabel, Fernbedienungen):
- manage die Umgebung (alles, was er nicht haben darf, wegräumen)
- wenn er etwas Verbotenes nimmt, tausche es gegen Spielzeug oder ein Leckerli aus, statt ihm hinterherzujagen, als wäre es ein Spiel.
Praktischer Plan: Die ersten 30 Tage Woche für Woche
Woche 1: Eingewöhnung und Sicherheit
Ziele:
- ihm ein Gefühl von Sicherheit im Haus geben
- eine regelmäßige Routine aufbauen (Futter, Schlaf, Stubenreinheit)
- ihm zeigen, dass der Schlafplatz ein angenehmer Ort ist
Hauptaktivitäten:
- viele ungestörte Nickerchen
- kurze Erkundungen in der Wohnung
- erste Gänge für die Stubenreinheit (Garten) oder Nutzung der Unterlage
- schrittweise Gewöhnung an Haushaltsgeräusche
Woche 2: Erste Regeln und sanfte Sozialisierung
Ziele:
- Gewohnheiten für die Stubenreinheit festigen
- kleine Einheiten beginnen für:
- Sitz
- Komm
- seinen Namen
- anfangen, ein paar Minuten allein in der Wohnung zu bleiben (wenn möglich)
Hauptaktivitäten:
- kurze Treffen mit vertrauten Menschen
- eventuell Begegnungen mit ausgeglichenen Hunden (wenn der Tierarzt es bestätigt)
- kurze Spaziergänge in ruhigen Umgebungen, sofern der Impfplan das erlaubt.
Woche 3: Energiekontrolle und Bisse
Ziele:
- den Umgang mit Welpenbissen verbessern
- jeden Tag anbieten:
- 1 Schnüffelaktivität
- 1 Problemlösungsaktivität
- 1 kurze Trainingseinheit
Hauptaktivitäten:
- kleine Einheiten zu „Lass es“, „Nimm“, „Komm“
- kurze Spielphasen mit klaren Regeln
- schrittweise Gewöhnung an neue Umgebungen und Geräusche.
Woche 4: Fast komplette Routine
Ziele:
- eine ziemlich stabile Welpenroutine haben:
- Fütterungszeiten
- Hauptzeiten für die Stubenreinheit
- Spiel- und Aktivitätsphasen
- Ruhezeiten
- leicht längere Alleinphasen beginnen lassen, immer schrittweise.
Hauptaktivitäten:
- den Rückruf („Komm“) festigen
- ihn an Geschirr und Leine gewöhnen
- die positive Sozialisierung mit Menschen, Hunden und verschiedenen Umgebungen fortsetzen.
Wie dir eine App wie PawsPet bei der Routinenverwaltung helfen kann
Wenn der Alltag voll ist, vergisst man leicht, wann er gefressen hat, wann er sein Geschäft erledigt hat, ob er schon sein Medikament bekommen hat oder ob er bereits spazieren war.
Eine App wie PawsPet kann dir helfen:
- die Daten und Gesundheitsinformationen deines Welpen zu speichern (Gewicht, Tierarzttermine, Impfungen)
- Erinnerungen einzurichten für:
- Mahlzeiten
- Gänge zur Stubenreinheit
- Entwurmung, Parasitenbehandlungen und Impfungen
- die täglichen Gewohnheiten zu dokumentieren:
- wie oft er rausgeht
- wie oft es Unfälle in der Wohnung gibt (hilfreich, um Fortschritte zu erkennen)
- Informationen mit anderen Familienmitgliedern zu teilen, damit alle wissen, ob er schon gefressen hat oder noch raus muss.
Alles an einem Ort zu haben hilft dir, die Konsequenz der Routine aufrechtzuerhalten, die die Grundlage einer guten Welpenziehung ist.
Praktische Tipps zusammengefasst (Mini-Toolbox)
Was du jeden Tag tun solltest
- Gleiche Grundabfolge: Aufwachen → Stubenreinheit → Futter → Stubenreinheit
- Mindestens 1 Schnüffelaktivität
- Mindestens 1 kurze Grundtrainingseinheit (5 Minuten)
- Geschützte Ruhezeiten (ohne dauernde Störung)
- Alle in der Familie halten sich an dieselben Regeln (Sofa ja/nein, Tisch ja/nein usw.)
Daran denken, wenn etwas „nicht funktioniert“
- Der Welpe macht keine Gemeinheiten: Wenn etwas schiefgeht, hat er es nicht verstanden oder wurde nicht in die richtige Situation gebracht.
- Körperliche Strafen oder Geschrei verschlimmern Angst und Misstrauen.
- Bei fast jedem Verhaltensproblem des Welpen sind die Grundpfeiler:
- mehr Klarheit (einfache und konsequente Regeln)
- mehr Routine (stabile Zeiten)
- mehr Ruhe (ein Welpe, der geistig, nicht nur körperlich müde ist, ist ausgeglichener)
Fazit: Die ersten 30 Tage sind die beste Investition
Die ersten 30 Tage des Welpen zu Hause sind intensiv, manchmal anstrengend, aber sie sind eine Investition: Die Zeit, die du heute in Routinen, Gewohnheiten und Regeln steckst, zahlt sich ein Hundeleben lang aus.
Zusammengefasst:
- lege von Anfang an klare Bereiche fest: wo er schläft, wo er frisst, wo er sein Geschäft macht
- baue eine einfache tägliche Routine auf
- gehe mit Bissen, Weinen und kleinen Unfällen mit Geduld um, nicht mit Strafe
- fördere die Sozialisierung positiv und schrittweise
- hole dir professionelle Unterstützung, wenn dich etwas wirklich beunruhigt.
Wenn du die Gewohnheiten deines Welpen einfacher organisieren möchtest, kannst du alles mit der App PawsPet strukturieren: Stammdaten, Gesundheits-Erinnerungen, Stubenreinheits- und Spaziergangsroutinen immer im Blick, gemeinsam mit der ganzen Familie.
FAQ zur Welpenziehung in den ersten 30 Tagen
1. Wie oft am Tag muss ein Welpe zur Stubenreinheit raus?
Das hängt vom Alter ab, aber im Durchschnitt muss ein Welpe von 2–4 Monaten alle 1–2 Stunden tagsüber raus (oder zur Unterlage), zusätzlich:
- direkt nach dem Aufwachen
- nach jeder Mahlzeit
- nach dem Spielen
- vor dem Schlafengehen.
Mit der Zeit kann sich das Intervall zwischen den Gängen verlängern.
2. Mein Welpe macht sofort nach dem Reinkommen in die Wohnung: Was mache ich falsch?
Das ist ein Klassiker. Wahrscheinlich ist:
- draußen ist er zu sehr abgelenkt (Gerüche, Geräusche, Reize)
- er bleibt nicht lange genug an dem Ort, an dem er sein Geschäft erledigen soll.
Versuche Folgendes:
- bringe ihn immer an denselben Ort
- warte ruhig, ohne viel zu spielen
- belohne sofort, sobald er draußen sein Geschäft erledigt
- wenn er nach dem Reinkommen nichts gemacht hat, halte ihn in einem begrenzten Bereich und versuche es nach 10–15 Minuten erneut.
3. Wie bringe ich meinem Welpen bei, nicht zu beißen?
Du kannst das Beißverhalten nicht vollständig „abschalten“ (es gehört zu seiner Natur), aber du kannst es umlenken:
- unterbrich das Spiel, wenn er Hände/Füße beißt
- biete ein geeignetes Kauspielzeug an
- belohne, wenn er auf den richtigen Gegenstand beißt
- vermeide zu körperliche Spiele mit den Händen.
Wenn die Bisse sehr heftig, schmerzhaft und schwer zu handhaben sind, ist die Unterstützung durch einen Hundetrainer sinnvoll.
4. Der Welpe weint nachts: Soll ich ihn ignorieren?
Völliges Ignorieren kann seine Angst verstärken, besonders in den ersten Nächten. Besser ist:
- das Bettchen in deine Nähe stellen
- ihn mit ruhiger Stimme beruhigen
- vermeiden, aus dem Weinen ein Spiel oder ein Fest zu machen
- ihn zum Geschäft begleiten, wenn du vermutest, dass er es braucht.
Mit der Zeit, wenn er sich sicherer fühlt, werden die nächtlichen Rufe meist weniger. Wenn sie stark anhalten, sprich mit dem Tierarzt oder einem Hundetrainer.



