Ein gut vorbereiteter Aufnahmebogen für Pet-Sitter macht das erste Treffen zu einem nützlichen Termin und nicht nur zu einer kurzen Vorstellung. Informationen über Tagesablauf, Gesundheit, Sicherheit und Kontaktpersonen helfen dabei, einen zuverlässigeren Service anzubieten und unvorhergesehene Situationen zu reduzieren, wenn der Halter nicht anwesend ist.
Der Fragebogen muss nicht kompliziert sein: Er sollte verständlich, aktualisierbar und auf die tatsächlichen Bedürfnisse des Tieres ausgerichtet sein.
Warum das erste Treffen entscheidend ist
Das erste Treffen mit dem Pet-Sitter dient nicht nur dazu, die Wünsche des Kunden zu besprechen, sondern auch das Wohlbefinden des Tieres in seiner vertrauten Umgebung einzuschätzen. Dabei können die Reaktionen des Tieres beobachtet, der häusliche Alltag verstanden und Grenzen, Prioritäten sowie Verantwortlichkeiten geklärt werden.
Ein guter Pet-Sitter-Aufnahmebogen hilft dabei, sich nicht ausschließlich auf das Gedächtnis zu verlassen. Außerdem vermittelt er Organisation und Aufmerksamkeit – wichtige Voraussetzungen, um Vertrauen zu einem neuen Kunden aufzubauen.
Vermeide es, den gesamten Bogen während des Treffens hastig auszufüllen. Wechsle zwischen Fragen und Beobachtung: Während der Halter den typischen Tagesablauf beschreibt, prüfe, wo sich Näpfe, Leinen, Katzentoilette, Spielzeug, Transportbox und benötigte Produkte befinden.
Tierdaten und täglicher Ablauf
Im ersten Teil des Aufnahmebogens sollten die wichtigsten Tierdaten für den Pet-Sitter erfasst werden. Neben Name, Tierart, Alter und Geschlecht solltest du praktische Informationen notieren, die den Alltag beeinflussen können.
Nimm mindestens Folgendes auf:
- Name des Tieres und gegebenenfalls der Rufname, auf den es reagiert;
- Tierart, Rasse oder nützliche körperliche Merkmale zur Identifikation;
- Mikrochip, sofern der Halter diese Information mitteilen möchte;
- Ernährungsgewohnheiten, Fütterungszeiten und angegebene Mengen;
- Futter, Gegenstände oder Situationen, die vermieden werden sollen;
- Ablauf für Spaziergänge, Bedürfnisse, Katzentoilette oder Reinigung;
- Ruhezeiten und zugängliche Bereiche der Wohnung;
- bevorzugtes Spielzeug und beliebte Aktivitäten;
- typische Anzeichen von Stress, Angst, Aufregung oder Unwohlsein.
Frage auch, wie das Tier auf fremde Menschen, andere Tiere, Geräusche, die Türklingel, Autos, Fahrräder oder Berührungen reagiert. Diese Informationen dienen nicht dazu, es als „schwierig“ abzustempeln, sondern ermöglichen einen respektvollen Umgang und helfen, riskante Situationen zu vermeiden.
Bei einem Hund ist es hilfreich zu wissen, ob er an der Leine zieht, ob er in vom Halter erlaubten Bereichen frei laufen darf und welche Kommandos er kennt. Bei einer Katze solltest du nach bevorzugten Verstecken sowie nach dem Umgang mit Türen, Fenstern und Balkonen fragen.
Gesundheit, Sicherheit und wichtige Kontakte
Der Gesundheitsbereich erfordert besondere Aufmerksamkeit und einen vertraulichen Umgang. Der Pet-Sitter sollte nur die Informationen kennen, die für eine sichere Betreuung erforderlich sind, und nicht die Rolle des Tierarztes übernehmen.
Nimm in den Fragebogen für Pet-Sitting Folgendes auf:
- Name und Kontaktdaten des behandelnden Tierarztes;
- gegebenenfalls eine außerhalb der Sprechzeiten erreichbare Tierklinik, sofern vom Halter angegeben;
- Allergien, bekannte Empfindlichkeiten oder vom Tierarzt mitgeteilte Erkrankungen;
- laufende Behandlungen, ausschließlich mit klaren Anweisungen des Halters;
- Schwierigkeiten bei der Medikamentengabe oder beim Anfassen;
- alternative Kontaktperson für Notfälle;
- vereinbarte Einwilligungen für den Fall eines Notfalls.
Wenn das Tier plötzlich Symptome zeigt, sich sein Zustand verschlechtert oder es zu einem Unfall kommt, hat die Kontaktaufnahme mit dem Halter und einem Tierarzt Priorität. Es ist sinnvoll, im Voraus zu vereinbaren, welche Entscheidungen der Pet-Sitter selbstständig treffen darf, insbesondere wenn der Kunde möglicherweise nicht erreichbar ist.
Notiere außerdem Informationen zur Sicherheit im Haushalt: Standort der Transportbox, Ersatzschlüssel, Alarmanlage, außer Reichweite aufzubewahrende Produkte, Absperrgitter und Anweisungen für den Zugang zur Wohnung.
Einwilligungen und Absprachen klären
Ein Aufnahmebogen ersetzt keinen Vertrag, hilft aber dabei, operative Vereinbarungen eindeutig festzuhalten. Bestätige vor Beginn des Services die Termine, Uhrzeiten, Anzahl der Besuche oder Spaziergänge, die voraussichtliche Dauer und die Art der Aktualisierungen.
Kläre insbesondere:
- wer das Tier abholen oder zurückbringen darf;
- ob Spaziergänge mit anderen Hunden vorgesehen sind;
- welche Bereiche, Spielzeuge oder Aktivitäten erlaubt sind;
- wie mit Verspätungen oder Änderungen des Plans umgegangen wird;
- ob der Halter nach jedem Besuch Fotos, Nachrichten oder einen kurzen Bericht wünscht;
- welche Ausgaben im Notfall übernommen werden dürfen.
Lies den Bogen gemeinsam durch, bevor das Treffen endet. So kann der Kunde Angaben korrigieren und der Pet-Sitter überprüfen, ob er die Prioritäten richtig verstanden hat.
So bleibt der Aufnahmebogen aktuell
Die Bedürfnisse eines Tieres können sich verändern: Eine Ernährung kann angepasst werden, eine Behandlung kann enden oder im Laufe der Zeit kann eine neue Gewohnheit entstehen. Plane daher vor jedem längeren Service und immer dann eine Überprüfung des Bogens ein, wenn der Halter wichtige Neuerungen mitteilt.
Profile, Erinnerungen und Nachrichten an einem einzigen Ort zu organisieren, kann den Arbeitsablauf übersichtlicher machen. Mit PawsPet können Pet-Sitter und Halter wichtige Informationen zum Tier verwalten und Aktualisierungen rund um den Service geordneter festhalten.
FAQ
Welche Informationen dürfen in einem Aufnahmebogen für Pet-Sitter nicht fehlen?
Die Kontaktdaten des Halters und des Tierarztes, der Tagesablauf, die Ernährung, wichtige Verhaltensweisen, Sicherheitshinweise, mitgeteilte Behandlungen und Einwilligungen für mögliche Notfälle.
Ist ein Treffen mit dem Tier vor Beginn des Services sinnvoll?
Ja. Ein Vortreffen ermöglicht es dem Pet-Sitter, das Tier in seiner vertrauten Umgebung kennenzulernen, seine Reaktionen zu beobachten und konkrete Hinweise vom Halter zu erhalten.
Darf ein Pet-Sitter Medikamente verabreichen?
Nur wenn der Halter klare Anweisungen gibt und der Pet-Sitter sich darauf vorbereitet fühlt, dies sicher durchzuführen. Bei Unsicherheiten, Schwierigkeiten oder ungewöhnlichen Reaktionen sollte ein Tierarzt kontaktiert werden.



