Wie man einen neuen Hund oder eine neue Katze in ein Zuhause mit bereits vorhandenen Tieren einführt

Wie man einen neuen Hund oder eine neue Katze in ein Zuhause mit bereits vorhandenen Tieren einführt

Schritte, um einen neuen Hund oder eine neue Katze in ein Zuhause mit bereits vorhandenen Tieren zu integrieren, schrittweise Begegnungen zu managen und Streit sowie Eifersucht vorzubeugen.

15. Februar 2026|16 Min. Lesezeit|PawsPet CopilotKI-generiert
Behavior#Zusammenleben von Tieren#neuer Hund im Haus#neue Katze im Haus#Tierverhalten

Einen neuen Hund oder eine neue Katze in ein Zuhause zu bringen, in dem bereits andere Tiere leben, ist einer der heikelsten Momente für einen Pet Parent. Die Freude über den Neuzugang kollidiert oft mit sehr konkreten Sorgen: Streit, Eifersucht, Markieren in der Wohnung, ständiges Miauen oder Bellen, Tiere, die aufhören zu fressen oder das Katzenklo zu benutzen.

In diesem Artikel sehen wir uns an, wie man einen neuen Hund oder eine neue Katze in ein Zuhause mit bereits vorhandenen Tieren einführt, Schritt für Schritt, und dabei den Stress für alle so gering wie möglich hält. Wir analysieren verschiedene Situationen (neuer Hund, neue Katze, Zusammenleben von Hund und Katze, zwei Hunde richtig vorstellen) mit praktischen Strategien, Beispielen und Fehlern, die man vermeiden sollte.

Wichtiger Hinweis: Wenn du starke Aggression, Bisse oder obsessives Verfolgen bemerkst, wende dich immer an einen Verhaltenstierarzt oder eine qualifizierte Fachkraft für Tierverhalten. Die folgenden Hinweise sind allgemeine Richtlinien und ersetzen keine individuelle professionelle Unterstützung.


1. Bevor das neue Tier nach Hause kommt: Vorbereitung ist die halbe Miete

Das Zusammenleben beginnt bevor der neue Hund oder die neue Katze die Haustür übertritt. Eine gute Vorbereitung verhindert oft 70 % der späteren Probleme.

1.1 Beurteile den Charakter der bereits vorhandenen Tiere

Frage dich ganz ehrlich:

  • Ist mein Hund oder meine Katze:
    • territorial?
    • hat er/sie jemals Aggression gegenüber anderen Tieren gezeigt?
    • erschrickt er/sie leicht?
    • ist er/sie schon älter oder gesundheitlich eingeschränkt?
  • Hatte er/sie bereits Erfahrungen mit anderen Hunden/Katzen?
  • Wie reagiert er/sie, wenn draußen andere Tiere auftauchen (beim Spaziergang, beim Tierarzt usw.)?

Wenn das bereits lebende Tier:

  • sehr alt ist
  • chronische Schmerzen hat (Arthrose, Krankheiten)
  • bereits ängstlich oder aggressiv ist

kann es Schwierigkeiten haben, einen Neuankömmling zu akzeptieren. In diesen Fällen ist es ratsam:

  • ein neues Tier mit ruhigem und respektvollem Temperament auszuwählen
  • von Anfang an eine Fachkraft für Verhalten einzubeziehen

1.2 Wähle den neuen Hund oder die neue Katze sorgfältig aus

Wenn möglich, informiere dich über:

  • Alter

    • Zwei Welpen/junge Tiere zusammen = viel Energie, viel Management.
    • Jungtier mit Senior = darauf achten, den älteren nicht zu stressen.
  • Größe (vor allem Hund + Katze oder Hunde mit sehr unterschiedlicher Größe)
    Der Größenunterschied erhöht das Verletzungsrisiko, auch unbeabsichtigt.

  • Vorgeschichte

    • Hat das Tier bereits mit anderen Tieren zusammengelebt?
    • Hat es Ängste oder Aggressionen gegenüber Hunden/Katzen/Menschen gezeigt?

Wenn du aus einem Tierheim oder einer Tierschutzorganisation adoptierst, erkläre klar, dass bereits Tiere im Haushalt leben, und bitte um einen kompatiblen Hund bzw. eine kompatible Katze (tolerant, ausgeglichen, an das Zusammenleben gewöhnt).

1.3 Bereite die Wohnräume vor

Organisiere einige Dinge vor der Ankunft:

  • Getrennte Bereiche:

    • ein Zimmer oder eine „sichere“ Zone für den Neuankömmling
    • Rückzugsorte für die bereits vorhandenen Tiere
  • Doppelte Ressourcen:

    • getrennte Futter- und Wassernäpfe
    • mehrere Körbchen/Liegeplätze
    • mehrere Kratzbäume und Katzentoiletten für Katzen (Faustregel: Anzahl Katzen + 1 Katzentoilette)
  • Fluchtwege für Katzen:

    • Regale, hohe Kratzbäume, Bücherregale
    • erhöhte Wege, um direkten Kontakt mit dem Hund zu vermeiden
  • Nützliche physische Barrieren:

    • Babygitter (um Bereiche zu trennen, aber Sehen und Riechen zu ermöglichen)
    • sichere Transportboxen für die ersten Phasen

2. Goldene Regel: langsame und kontrollierte Einführung

Die meisten Probleme entstehen durch einen häufigen Fehler: „Ich setze sie einfach sofort zusammen, und sie sollen das unter sich ausmachen.“ Für einen Hund oder eine Katze ist der Einzug eines anderen Tieres eine riesige Veränderung. Es braucht Zeit, um:

  • neue Gerüche zu verarbeiten
  • sich an Geräusche zu gewöhnen
  • zu verstehen, dass der Neuankömmling keine Bedrohung ist

2.1 Phase 1 – Ankunft im Zuhause: kontrollierte Isolation

Wenn du den neuen Hund oder die neue Katze nach Hause bringst:

  1. Bring ihn/sie direkt in den dafür vorgesehenen Bereich, der bereits vorbereitet ist:

    • Körbchen oder Decke
    • Wasser
    • Futter
    • bei einer Katze: Katzentoilette
  2. Halte die Tiere in den ersten Stunden in getrennten Räumen (oft 24–48 Stunden):

    • sie werden sich durch Türen und Spalten hören und riechen
    • aber noch keinen direkten Kontakt haben
  3. Behalte die Routine des vorhandenen Tiers bei:

    • gleiche Fütterungszeiten
    • gleiche Spaziergänge
    • gleiche Spiel- und Kuschelzeiten

Ziel dieser Phase: Dem bereits vorhandenen Tier zu zeigen, dass sich sein Leben nicht komplett verändert hat, obwohl ein neuer Geruch da ist.

2.2 Phase 2 – Geruchs- und Signal-Austausch

Vor jeder visuellen Nahbegegnung ist die Arbeit über Gerüche entscheidend.

Einige einfache Techniken:

  • Decken oder Handtücher tauschen

    • Reibe ein weiches Tuch am Neuankömmling ab
    • Lege es in die Nähe des Körbchens des vorhandenen Tiers (und umgekehrt)
  • Räume tauschen, ohne sich zu sehen

    • Sperre das vorhandene Tier in einem Raum mit etwas Angenehmem (Spielzeug, Futter)
    • Lass das neue Tier die Wohnung erkunden
    • Dann tausche die Rollen
  • Ruhe belohnen

    • Wenn der Hund/die Katze des Haushalts an der Tür oder am Tuch schnuppert und ruhig bleibt, lobe ihn/sie und gib ein Leckerli

Das gilt sowohl für:

  • wie man einen neuen Hund im Haus einführt bei bereits vorhandenen Hunden/Katzen
  • wie man eine neue Katze im Haus einführt bei bereits vorhandenen Hunden/Katzen

3. Wie man zwei Hunde richtig vorstellt

Wenn ein zweiter Hund (oder dritter usw.) ins Haus kommt, ist es wichtig, strukturierte Begegnungen zu organisieren.

3.1 Erste Begegnung: besser draußen

Wenn möglich, findet das erste Treffen:

  • an einem neutralen Ort statt (ruhiger kleiner Park, wenig befahrene Straße)
  • mit beiden Hunden an langen Leinen (nicht ziehen)
  • mit zwei Personen (eine pro Hund)

Vorgehen:

  1. Geht parallel mit Abstand (5–10 Meter), ohne den Kontakt zu erzwingen.
  2. Wenn die Hunde entspannt wirken (weiche Rute, lockerer Körper), nähert euch langsam.
  3. Lass sie sich kurz beschnuppern (2–3 Sekunden), rufe dann den Hund sanft zu dir und belohne ihn.
  4. Wiederhole das mehrmals, ohne jemals Druck auszuüben: Besser zu viele Pausen als ein Zusammenstoß.

Anzeichen für gute Kommunikation:

  • Schnuppern am Hinterteil
  • geschwungene, nicht steife Körperhaltung
  • langsames, tiefes Schwanzwedeln
  • sie gehen auseinander und kommen wieder

Warnsignale:

  • steifer Körper
  • hoch getragene, unbewegliche Rute
  • Knurren, Zähne zeigen, intensives Fixieren
  • gesträubtes Fell am Rücken

Wenn du Spannungszeichen bemerkst, vergrößere den Abstand und bleib selbst ruhig: Hunde lesen unseren emotionalen Zustand.

3.2 Einzug ins Haus

Wenn die Atmosphäre ausreichend ruhig ist:

  1. Lass zuerst den residenten Hund frei hinein, damit er sich bewegen kann.
  2. Halte den neuen Hund an einer lockeren Leine und führe ihn ruhig hinein.
  3. Nimm die Leine nicht sofort ab:
    • sie soll dir als „Sicherheit“ dienen, nicht als starres Kontrollwerkzeug.
  4. Vermeide es, sofort Futter, Spielzeug oder Knochen im selben Raum zu haben:
    • das sind Ressourcen, die anfangs Konflikte auslösen können.

3.3 Die ersten Tage mit zwei Hunden im Haus

In den ersten 7–10 Tagen:

  • Behalte alles unter Aufsicht
    Lass die Hunde in der Anfangsphase nicht unbeaufsichtigt zusammen, besonders wenn du sie noch nicht gut kennst.

  • Verwalte die Ressourcen:

    • getrennte und voneinander entfernte Näpfe
    • keine „sehr wertvollen“ Spielzeuge, wenn einer von beiden besitzergreifend ist
  • Behalte Routinen und Aufmerksamkeit bei
    Verbringe exklusive Zeit mit dem bereits vorhandenen Hund, um Eifersucht zu vermeiden:

    • Spaziergänge nur mit ihm/ihr
    • 1:1-Spielzeiten

Praxis-Box – Was man NICHT tun sollte, wenn man zwei Hunde vorstellt

  • Beide einfach in den Garten lassen und „sehen, was passiert“.
  • Einen einzelnen Knurrlaut hart bestrafen: oft ist das ein normales Kommunikationssignal.
  • Den vorhandenen Hund bestrafen, weil er den Neuankömmling verteidigt: Das würde Frust und Unsicherheit nur verstärken.

4. Zusammenleben von Hund und Katze: möglich, aber klare Regeln sind nötig

Das Thema „Zusammenleben von Hund und Katze“ gehört zu den meistgesuchten: Viele befürchten, dass sich beide nie verstehen werden. In Wirklichkeit entwickeln viele Hund-Katze-Paare bei richtiger Einführung ein gutes Gleichgewicht, manchmal sogar eine echte Freundschaft.

4.1 Erste Regel: Sicherheit für die Katze

Für die Katze ist der Einzug eines Hundes oft sehr stressig. Sie muss:

  • den Hund von oben kontrollieren können (Regale, Schränke, hohe Kratzbäume)
  • sich leicht in Bereiche zurückziehen können, die für den Hund unerreichbar sind
  • Zugang zu:
    • Futternäpfen
    • Katzentoiletten
    • einem Rückzugsplatz haben, zu dem der Hund nicht gelangt.

4.2 Schrittweise Hund-Katze-Vorstellungen

Ein möglicher Ablauf:

Phase 1 – Gerüche und Geräusche

  • Der Hund riecht die Katze hinter einer geschlossenen Tür und umgekehrt.
  • Belohne den Hund, wenn er ruhig bleibt.
  • Wenn er bellt oder an der Tür kratzt, entferne ihn und lenke seine Aufmerksamkeit auf etwas anderes.

Phase 2 – Kontrollierte Sicht

  • Verwende ein Gitter oder eine leicht geöffnete Tür:
    • die Katze sieht den Hund von einem sicheren Ort aus (oben oder hinter dem Gitter).
  • Der Hund ist an der Leine.
  • Kurze Einheiten (2–5 Minuten), mehrmals täglich wiederholt.
  • Jedes ruhige Verhalten wird mit Leckerlis oder ruhigem Spiel belohnt.

Phase 3 – Gleicher Raum, aber unter Kontrolle

  • Der Hund ist an der Leine.
  • Die Katze ist frei und darf sich entfernen.
  • Niemand darf die Katze zwingen, näher zu kommen.
  • Wenn der Hund zu aufgeregt wird, halte an und versuche es später erneut, mit größerem Abstand.

Ziel: Der Hund soll die Katze mit etwas Normalem und Positivem verbinden, nicht mit einer „Beute zum Jagen“.

4.3 Praktische Regeln für das Zusammenleben von Hund und Katze

  • Lass Hund und Katze nicht allein zusammen, solange:

    • der Hund nicht gelernt hat, die Katze zu ignorieren oder zu respektieren
    • die Katze nicht entspannt wirkt (nicht ständig versteckt, nicht immer auf dem Dachboden oder auf dem Schrank)
  • Schütze die Katzentoiletten:

    • viele Hunde finden sie „interessant“
    • schaffe Bereiche, die nur die Katze erreichen kann (enge Durchgänge, selektive Barrieren)
  • Respektiere die Zeit der Katze:

    • manche Katzen gewöhnen sich in Tagen
    • andere brauchen Wochen oder Monate
      Kontakte zu erzwingen kann Abwehraggression auslösen.

5. Eine neue Katze in ein Zuhause mit anderen Katzen einführen

Zu verstehen, wie man eine neue Katze ins Haus einführt, wenn bereits Katzen da sind, bedeutet zu berücksichtigen, dass:

  • Katzen sehr stark an ihre Umgebung und an Gerüche gebunden sind
  • sie oft territorial sind, besonders gegenüber anderen Katzen

5.1 Schritt-für-Schritt-Eingewöhnung zwischen Katzen

1. Anfangsquarantäne / Isolationsphase

  • Die neue Katze lebt einige Tage in nur einem Raum:

    • Katzentoilette
    • Futter
    • Wasser
    • Verstecke (Kartons, überdachte Körbchen)
  • Die anderen Katzen hören und riechen den Neuankömmling durch die Tür.

2. Geruchsaustausch

  • Tausche aus:
    • Decken
    • Körbchen
    • Spielzeug
  • Du kannst ein Stofftuch verwenden:
    • streichle damit sanft die neue Katze (Wangen, Hals)
    • dann die bereits vorhandene Katze (ebenfalls vorsichtig)
    • und umgekehrt

3. Mahlzeiten „in der Nähe“, aber getrennt

  • Füttere die Katzen:
    • eine auf der einen Seite der Tür
    • die andere auf der anderen Seite
      So verknüpfen sie den Geruch der anderen Katze mit etwas Positivem.

4. Erste Sichtkontakte

  • Öffne die Tür einen Spalt oder verwende ein Gitter/Netz:
    • sie sollen sich sehen, aber nicht erreichen können
  • Beobachte die Reaktionen:
    • kurzes Fauchen, leichtes Knurren sind am Anfang normal
    • heftige Aggression (gegen das Netz springen, Angriffsversuche) braucht mehr Zeit und idealerweise professionelle Unterstützung.

5. Kurze Begegnungen, ständige Aufsicht

  • Wenn sie ruhiger wirken:
    • öffne die Tür
    • lass sie sich für kurze Zeit beschnuppern
    • bestrafe kein einzelnes Fauchen, es ist ein Kommunikationssignal
  • Halte immer Fluchtwege und erhöhte Plätze zugänglich.

5.2 Ausreichend Ressourcen für alle

Das Zusammenleben von Katzen ist deutlich entspannter, wenn:

  • es mehrere Katzentoiletten gibt (mindestens Anzahl Katzen + 1)
  • die Futternäpfe nicht alle an einem einzigen Ort stehen
  • es genug gibt:
    • Kratzbäume
    • Rückzugsorte
    • Regale

6. Eifersucht, Streit und Stresssignale managen

Auch bei einer perfekten Eingewöhnung können Stress- oder Konfliktsignale auftreten.

6.1 Stresssignale beim Hund

  • übermäßiges Bellen
  • plötzliches Zerstören in der Wohnung
  • Harnmarkieren (bei Hunden, die das vorher nicht gemacht haben)
  • Appetitverlust
  • zwanghaftes Suchen nach Aufmerksamkeit

6.2 Stresssignale bei der Katze

  • außerhalb des Katzenklos urinieren
  • sich ständig verstecken
  • sich so stark lecken, dass an manchen Stellen Fell ausfällt
  • hartnäckiges Miauen, besonders nachts
  • Futter verweigern oder deutlich weniger fressen

Wenn du diese Anzeichen bemerkst:

  1. Reduziere Neues

    • weniger enge Begegnungen
    • so viel Routine wie möglich
  2. Erhöhe Kontrolle und Vorhersehbarkeit

    • feste Zeiten für Futter, Spiel und Spaziergänge
  3. Biete mehr Ressourcen an

    • mehr Körbchen, mehr Katzentoiletten, mehr Wasserstellen
  4. Vermeide Strafen

    • einen Hund zu schimpfen, der knurrt, oder eine Katze, die faucht, verschlimmert ihr Unwohlsein.

Kontaktiere den Tierarzt, wenn:

  • der Stress länger als 1–2 Wochen anhält
  • körperliche Symptome auftreten (Erbrechen, Durchfall, starker Gewichtsverlust, Verletzungen durch Überlecken)
  • das Zusammenleben sich zu verschlechtern statt zu verbessern scheint

7. Wie Technologie hilft, das Zusammenleben besser zu managen

Heute können Apps wie PawsPet dir helfen, den Alltag in einem Haushalt mit mehreren Tieren einfacher zu organisieren:

  • Einzeldaten und separate Profile

    • jedes Tier mit seinen Eigenschaften erfassen (Alter, Gewicht, Vorlieben, Therapien)
    • Verhaltensthemen oder Empfehlungen des Tierarztes festhalten
  • Erinnerungen für Besuche und Impfungen

    • einen neuen Tierzugang bedeutet oft, Impfungen, Parasitenbehandlungen und Kontrolltermine zu aktualisieren
    • mit Erinnerungen verringerst du das Risiko, in einer ohnehin ereignisreichen Zeit etwas zu vergessen
  • Notizen zu Verhalten und Fortschritten

    • dokumentiere Tag für Tag, wie die Vorstellungen verlaufen
    • führe eine „Historie“ der Vorfälle (Knurren, Fauchen, Spielmomente)
    • auch nützlich, um sie einem Trainer oder Verhaltenstierarzt zu zeigen
  • Ortung und Sicherheit (wenn du kompatibles GPS nutzt)

    • besonders wichtig, wenn du Katzen hast, die nach draußen gehen, oder Hunde, die sich in den ersten Tagen erschrecken und weglaufen könnten

Wenn du alle Informationen in einem einzigen Tool bündelst, kannst du dich stärker auf die Beziehung konzentrieren und weniger auf organisatorische Aspekte.


8. Zusammenfassung: Checkliste für die Einführung eines neuen Hundes oder einer neuen Katze im Haus

8.1 Vor der Ankunft

  • Ich beurteile Charakter und Gesundheitszustand der bereits vorhandenen Tiere
  • Ich wähle nach Möglichkeit ein kompatibles neues Tier aus
  • Ich bereite ein Zimmer/einen Bereich für den Neuankömmling vor
  • Ich organisiere doppelte Ressourcen (Näpfe, Körbchen, Katzentoiletten)
  • Ich richte erhöhte Wege und Verstecke für Katzen ein
  • Ich installiere ggf. Gitter/Barrieren

8.2 In den ersten Tagen

  • Ich halte die Tiere anfangs in getrennten Bereichen
  • Ich tausche Gerüche mit Decken/Tüchern aus
  • Ich organisiere ruhige und getrennte Mahlzeiten
  • Ich führe die ersten kontrollierten Sichtkontakte ein
  • Ich beobachte genau Körpersprache und Stresssignale

8.3 Erste direkte Interaktionen

  • Ich stelle zwei Hunde zuerst an einem neutralen Ort vor, dann ruhig im Haus
  • Ich verwende die Leine nur als Sicherheit, nicht um Kontakt zu erzwingen
  • Ich schütze die Katze mit Fluchtwegen nach oben und für den Hund unzugänglichen Bereichen
  • Ich führe nicht sofort Spielzeug oder „wertvolle“ Ressourcen gemeinsam ein
  • Ich lasse die Tiere nicht allein zusammen, solange sie nicht wirklich entspannt sind

Fazit: Ein friedliches Zusammenleben ist möglich, mit dem richtigen Tempo

Einen neuen Hund oder eine neue Katze in ein Zuhause einzuführen, in dem bereits andere Tiere leben, erfordert:

  • Vorbereitung der Räume
  • Respekt vor dem Tempo jedes einzelnen Tieres
  • schrittweise und kontrollierte Eingewöhnung
  • Aufmerksamkeit für Signale, ohne Strafen, aber mit Führung und Unterstützung

Jeder Hund und jede Katze ist anders: Manche werden sofort Freund des neuen Mitbewohners, andere brauchen Monate, um ihn zu akzeptieren. Deine Aufgabe ist es, Sicherheit, Stabilität und Geduld zu bieten.

Wenn du in dieser heiklen Phase alles unter Kontrolle behalten möchtest, kannst du eine App wie PawsPet nutzen, um:

  • für jedes Tier ein Profil anzulegen
  • den Verlauf der Vorstellungen und des Verhaltens zu dokumentieren
  • Erinnerungen für Besuche und Impfungen aller Haustiere einzurichten

So wird der organisatorische Teil einfacher, und du kannst dich auf das konzentrieren, worauf es wirklich ankommt: deinen Tieren zu helfen, ein ruhiges und respektvolles Zusammenleben aufzubauen.


FAQ zur Einführung eines neuen Hundes oder einer neuen Katze im Haus

Wie führt man einen neuen Hund in ein Haus mit einem dominanten Hund ein?

Bei einem Hund, der dazu neigt, „das Kommando zu übernehmen“:

  • organisiere Vorstellungen in neutralem Gelände mit zwei Bezugspersonen
  • halte die Abläufe klar: stabile Routine, konsequente Regeln für beide
  • gehe sorgfältig mit hochwertigen Ressourcen um (Futter, Spielzeug, Aufmerksamkeit)
  • belohne jeden Moment von Ruhe und ausgewogener Interaktion
    Wenn der dominante Hund ernsthafte Aggression zeigt (Bisse, wiederholte Angriffe), ziehe einen Trainer oder Verhaltenstierarzt hinzu.

Wie lange dauert es, bis sich Hund und Katze verstehen?

Es gibt keine feste Regel: Manche tolerieren sich nach wenigen Tagen, andere brauchen Wochen oder Monate. Es hängt stark ab von:

  • dem Charakter beider Tiere
  • ihren bisherigen Erfahrungen
  • der Qualität der Eingewöhnung (langsam oder erzwungen)
    Das erste Ziel sollte nicht „absolute Freundschaft“ sein, sondern ein friedliches Zusammenleben, in dem keiner der beiden in ständiger Angst lebt.

Was tun, wenn sich Katzen nach der Ankunft einer neuen Katze streiten?

Wenn die Konflikte häufig sind:

  1. Trenne sie vorübergehend in verschiedenen Bereichen der Wohnung.
  2. Starte erneut mit einer schrittweisen Eingewöhnung: Geruchsaustausch, getrennte, aber nahe Mahlzeiten, kontrollierte Sichtkontakte.
  3. Erhöhe die Ressourcen (Katzentoiletten, Näpfe, Rückzugsorte).
  4. Bitte den Tierarzt um Rat, um gesundheitliche Probleme auszuschließen, die Reizbarkeit oder Schmerzen verstärken könnten.

Wenn tiefe Bisse oder Verletzungen auftreten, ist ein professionelles Eingreifen ratsam.

Woran erkennt man, dass zwei Hunde oder Katzen wirklich Freundschaft schließen?

Gute Fortschritte zeigen sich, wenn sie:

  • im selben Raum ohne Spannung schlafen
  • sich beschnuppern und dann gelassen voneinander weggehen
  • spielen (Verfolgung mit Pausen, sanftes Ringen, ohne Schreien oder Steifheit)
  • im selben Raum fressen, ohne zu streiten
    Denk daran: „Freundschaft“ kann auch einfach friedliches Zusammenleben bedeuten — sie müssen nicht ständig aneinanderkleben, damit die Eingewöhnung als gelungen gilt.
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