Der beste Platz für das Hundebett ist meist eine geschützte Ecke in dem Bereich, in dem sich die Familie aufhält, mit einer Wand im Rücken und abseits von Laufwegen. Er sollte weit entfernt von der Eingangstür und der Gegensprechanlage, lauten Haushaltsgeräten, Heizkörpern, Öfen und Zugluft liegen: Von dort aus kann der Hund die Familie sehen, ohne dass jemand über ihn steigt oder ihn ständig aufweckt. Um den passenden Platz zu finden, betrachte das Haus zu drei Tageszeiten wie eine Karte mit Laufwegen und Geräuschquellen.
Eine geschützte Ecke, kein abgeschiedener Raum
Geschützt bedeutet nicht abgeschieden: Waschküche, Abstellraum, Balkon oder Garage nehmen dem Hund die Gesellschaft und bringen oft zusätzliche Geräusche oder Temperaturschwankungen mit sich. Deshalb eignen sie sich nicht als hauptsächlicher Schlafplatz. Umgekehrt bieten die Mitte des Wohnzimmers, wo der Hund von allen Seiten gestört werden kann, und der ständig durchquerte Flur keine Ruhe.
Es gibt nicht den einen richtigen Raum für alle Hunde: Entscheidend ist, wie der jeweilige Hund reagiert. Ein Hund, der bei jedem Geräusch aufschreckt, braucht eine besser geschützte Ecke. Ein Hund, der im Flur schläft, sucht oft die Nähe der Familie und den Blick auf das Geschehen im Haus. Eine passende Ecke bietet beides, ohne dass ständig jemand vorbeiläuft.
Fünf Kriterien für die Wahl des Platzes
- Abseits von Laufwegen. Jeder nahe gelegene Durchgang kann die Ruhe unterbrechen. Beispiel: Vermeide den Bereich vor einer Tür, den Zugang zur Küche und den Weg zum Badezimmer.
- Weit weg von plötzlichem Lärm. Laute Geräusche können den Hund aufwecken und in Alarmbereitschaft versetzen. Beispiel: Stelle das Hundebett nicht neben den Eingang, die Gegensprechanlage, die Waschmaschine, den Geschirrspüler oder die TV-Lautsprecher.
- Temperatur und Zugluft. Der Platz sollte weder zu warm noch zu kalt sein, besonders im Winter. Beispiel: Stelle das Hundebett nicht direkt neben Heizkörper, Öfen oder Kamin und auch nicht unter ein zugiges Fenster. Ist der Boden kalt, lege eine erhöhte Liegefläche oder einen Teppich darunter. Im Sommer sollte es nicht stundenlang in der direkten Sonne stehen.
- Blick und Schutz. Mit einer Wand im Rücken und dem Raum vor sich kann der Hund die Familie beobachten, ohne sich schutzlos zu fühlen. Beispiel: Wenn er auf Passanten reagiert, stelle das Hundebett nicht vor ein Fenster zur Straße.
- Platz und Zugang. Der Hund muss sich vollständig ausstrecken können; der Boden sollte rutschfest sein. Für Welpen und ältere Hunde sollten keine Treppen im Weg sein. Beispiel: Zwischen Sofa und Wand kann er sich nicht ausstrecken, auf glatten Fliesen rutscht er aus.
Raum für Raum: Vor- und Nachteile
| Raum | Wann er geeignet sein kann | Worauf du achten solltest |
|---|---|---|
| Wohnzimmer | Meist die beste Wahl: Der Hund ist bei der Familie und kann sich trotzdem zurückziehen | Die Ecke sollte abseits der üblichen Laufwege sowie weit weg von Fernseher und Heizkörpern liegen |
| Flur und Eingangsbereich | Selten: Das sind Durchgangsbereiche in der Nähe von Tür und Gegensprechanlage | Wenn der Hund dort bereits schläft, probiere eine nahe gelegene Ecke abseits des Durchgangsverkehrs aus |
| Schlafzimmer | Wenn der Hund nachts ruhig ist und die ganze Familie damit einverstanden ist | Achte darauf, dass er nicht durch Geräusche aufgeschreckt wird und nachts niemand über ihn stolpert |
| Küche | Nur in einer ruhigen Ecke, wenn der Hund durch die Bewegung nicht unruhig wird | Laute Haushaltsgeräte, Wärmequellen, rutschiger Boden und Laufwege |
| Abgeschiedener Raum | Nur als zusätzlicher Rückzugsort, zum Beispiel wenn Gäste kommen | Der Hund sollte den Raum selbst wählen können und niemals darin eingeschlossen werden |
Ein Platz für den Tag und einer für die Nacht
Zwei Plätze sind sinnvoll, wenn der Hund tagsüber gern bei der Familie ist, nachts oder bei Gästen im Haus aber eine geschütztere Ecke braucht. Beide Plätze sollten die fünf Kriterien erfüllen.
Bei zwei Hunden empfiehlt es sich, getrennte Hundebetten aufzustellen, sodass keiner am anderen vorbeigehen muss, um aufzustehen. Gibt es eine Katze im Haus, darf das Hundebett ihr nicht den Weg zum Katzenklo, zu den Näpfen und zu erhöhten Plätzen versperren. Außerdem sollte der Hund in seinem Bett nicht gestört werden: Es ist sein Rückzugsort.
So stellst du das Hundebett um, ohne den Hund zu verunsichern
Gehe schrittweise vor:
- Richte den neuen Platz ein und lass das alte Hundebett noch einige Tage stehen.
- Lege eine Decke mit dem vertrauten Geruch des Hundes an den neuen Platz.
- Belohne ihn ruhig und ohne großes Aufheben, wenn er den neuen Platz von selbst auswählt.
- Ziehe ihn nicht zum neuen Platz und sperre ihn dort nicht ein. Wenn er weggeht, lass ihn.
Beobachte anschließend einige Tage lang, wo der Hund tatsächlich schläft und wodurch er aufwacht. Wenn er weiterhin den alten Platz bevorzugt, überprüfe die fünf Kriterien, bevor du auf dem Wechsel bestehst. Um diese Beobachtungen Tag für Tag festzuhalten und sie dem Tierarzt oder einer Hundetrainerin beziehungsweise einem Hundetrainer zu zeigen, kannst du im Bereich Aktivitäten der PawsPet-App eine Aktivität vom Typ „Verhaltensbeobachtung“ (Kategorie „Allgemein“) mit einer Notiz erfassen.
Anzeichen für einen ungeeigneten Platz und wann du den Tierarzt kontaktieren solltest
Möglicherweise ist der Platz ungeeignet, wenn der Hund:
- häufig den Schlafplatz wechselt;
- bei jedem Geräusch aufsteht;
- auf dem Boden und nicht im Hundebett schläft;
- sich hechelnd von der Wärmequelle entfernt;
- zusammengerollt und zitternd schläft.
Wenn dir eines dieser Anzeichen auffällt, überprüfe Laufwege, Geräusche, Wärme und Zugluft. Bleiben die Anzeichen auch nach dem Umstellen bestehen, sprich mit dem Tierarzt.
Andere Anzeichen können auf Schmerzen oder Unwohlsein hindeuten und hängen nicht mit dem Schlafplatz zusammen: Schwierigkeiten beim Hinlegen oder Aufstehen, neu auftretende nächtliche Unruhe, Lecken an den Gelenken und plötzliche Veränderungen des Schlafverhaltens. Wenn du das bemerkst, vereinbare einen Termin beim Tierarzt: Das Hundebett umzustellen reicht nicht aus.
Wenn der Hund in Ruhe schwer atmet oder nicht mehr aufstehen kann, kontaktiere sofort den Tierarzt, ohne vorher einen anderen Platz auszuprobieren.
Mach den Raumplan-Test
Beobachte das Haus zu drei Zeitpunkten: beim Frühstück, abends bei eingeschaltetem Fernseher und nachts. Notiere jeweils, wo Menschen vorbeigehen und welche Geräusche zu hören sind – notfalls auf einem Blatt mit dem Grundriss. Wähle anschließend den ruhigsten Platz zu allen drei Zeitpunkten oder zwei Plätze, falls nötig, und überprüfe eine Woche lang, ob der Hund dort schlafen kann, ohne ständig aufzuwachen.



