Die Hundeernährung zu verstehen ist nicht einfach: Im Zoofachhandel oder online stehst du vor endlosen Regalen mit „grain free“-Trockenfutter, „Gourmet“-Nassfutter, funktionellen Snacks – bis hin zu Empfehlungen, die ausschließlich auf selbst gekochtem Hundefutter oder Frischkost basieren.
Die naheliegende Frage ist: Ist Trockenfutter, Nassfutter oder selbst gekochtes Futter besser? Und vor allem: Wie wählt man das beste Hundefutter aus, ohne sich in Werbeslogans und Marketing zu verlieren?
In diesem praktischen Ratgeber schauen wir uns an:
- die echten Unterschiede zwischen Trockenfutter, Nassfutter und selbst gekochter Ernährung
- die Vor- und Nachteile jeder Lösung
- wie man das Etikett von Hundefutter liest
- wann ein individueller Ernährungsplan mit dem Tierarzt oder Ernährungsberater unverzichtbar ist
Ziel ist nicht, dir zu sagen: „Das hier ist das beste Futter überhaupt“, sondern dich in die Lage zu versetzen, bewusst zu beurteilen, was für deinen ganz bestimmten Hund und seinen Lebensalltag am besten ist.
1. Die grundlegenden Ernährungsbedürfnisse des Hundes
Bevor man sich zwischen Trockenfutter, Nassfutter oder selbst gekochtem Futter entscheidet, ist es hilfreich zu erinnern, was ein Hund in Sachen Nährstoffversorgung wirklich braucht.
1.1 Was ein Hund braucht, um gesund zu bleiben
Eine korrekte Ernährung sollte Folgendes gewährleisten:
-
Ausreichende Energie
Weder zu wenig (Gewichtsverlust, Antriebslosigkeit) noch zu viel (Übergewicht, Gelenkprobleme). -
Hochwertige Proteine
Sie sind wichtig für Muskeln, Immunsystem und Gewebe. Die Qualität zählt mehr als die reine Menge. -
„Gute“ Fette
Energiequelle und Lieferant essenzieller Fettsäuren (z. B. Omega-3 und Omega-6), die Haut, Fell und Entzündungsprozesse unterstützen. -
Gut verdauliche Kohlenhydrate
Sie sind nicht immer in großen Mengen nötig, können aber Energie und Ballaststoffe liefern. -
Ausgewogene Vitamine und Mineralstoffe
Kalzium, Phosphor, Vitamin D, B-Vitamine usw. Ein dauerhafter Mangel oder Überschuss kann Probleme verursachen. -
Ausreichend Wasser
Der am meisten unterschätzte Faktor, besonders wenn der Hund Trockenfutter frisst.
Diese Grundsätze lassen sich mit allen drei Fütterungsformen erreichen – also mit Trocken-, Nass- und selbst gekochtem Futter –, allerdings mit unterschiedlichen Anforderungen und Vorsichtsmaßnahmen.
2. Trockenfutter für Hunde: Was man wirklich wissen sollte
Die Hundeernährung auf Basis von Trockenfutter ist die am weitesten verbreitete Form: praktisch, leicht zu dosieren und zu lagern, oft auch günstiger. Aber nicht jedes Trockenfutter ist gleich.
2.1 Vorteile von Trockenfutter
Die wichtigsten Pluspunkte:
-
Praktisch
Lange haltbar, leicht zu portionieren und ideal, wenn der Alltag sehr voll ist. -
Vollwertig und ausgewogen
„Komplette“ Trockenfutter sind so formuliert, dass sie den Bedarf des Hundes an Vitaminen und Mineralstoffen abdecken. -
Gute Mengenkontrolle
Die Angaben auf dem Etikett helfen, grobe Fehler zu vermeiden; sie müssen aber an den einzelnen Hund angepasst werden. -
Spezielle Sorten
Es gibt Trockenfutter für Welpen, Senioren, kastrierte Hunde, Sporthunde sowie für Hunde mit Nieren-, Darm- oder anderen Problemen (veterinärmedizinische Diäten nur nach tierärztlicher Empfehlung).
2.2 Nachteile und kritische Punkte von Trockenfutter
Nachteile und Punkte, auf die man achten sollte:
-
Geringer Wassergehalt
Meist etwa 8–10 %. Der Hund muss mehr trinken, was nicht alle von selbst tun. -
Schwankende Qualität der Rohstoffe
Hinter Formulierungen wie „Fleisch und tierische Nebenerzeugnisse“ kann vieles verborgen sein. Hier lohnt sich ein genauer Blick auf das Etikett. -
Hohe Energiedichte
In wenig Volumen steckt viel Energie: Werden die Mengen falsch eingeschätzt, ist Übergewicht schnell ein Thema. -
Nicht alle Hunde mögen es
Manche wählerischen Hunde oder Tiere mit Zahnproblemen bevorzugen weichere Konsistenzen.
2.3 Gutes Trockenfutter auswählen: Anleitung zum Etikett
Eine der häufigsten Fragen lautet: Wie liest man das Etikett von Hundefutter?
Hier sind die wichtigsten Punkte, die du prüfen solltest.
a) Zutatenliste
- Die Zutaten sind in absteigender Reihenfolge nach Menge aufgeführt.
- Positiv sind Futtermittel, bei denen:
- die tierische Proteinquelle unter den ersten Zutaten steht (z. B. „getrocknetes Huhn“, „Rind“, „Lachs“)
- die Fleischart konkret genannt wird („Huhn“, „Truthahn“) und nicht nur „Fleisch und tierische Nebenerzeugnisse“.
- Misstrauisch sollte man bei unklaren Formulierungen werden:
- „Getreide und Nebenerzeugnisse“
- „Nebenerzeugnisse tierischen Ursprungs“ ohne nähere Angabe.
b) Garantierte Analyse
Achte auf:
-
Rohprotein
Angemessene Werte je nach Alter und Aktivität (ein Welpe oder Sporthund braucht mehr). -
Rohfett
Weder zu hoch (Übergewichtsrisiko) noch zu niedrig (zu wenig Energie). -
Rohfaser
Zu viel kann die Verdaulichkeit senken, zu wenig kann die Darmtätigkeit beeinträchtigen.
c) Ernährungszusatzstoffe
Prüfe das Vorhandensein von:
- Vitaminen (A, D3, E, B-Gruppe)
- Mineralstoffen (Zink, Kupfer, Selen, Eisen, Kalzium, Phosphor)
- Eventuellen Ergänzungen (z. B. Glucosamin, Chondroitin), wenn sie vom Tierarzt empfohlen wurden.
d) Nährwertangaben und Fütterungstabellen
- Schau dir die empfohlenen Mengen nach Gewicht an.
- Bedenke: Sie sind nur Richtwerte. Alles muss angepasst werden an:
- Aktivitätsniveau
- Gesundheitszustand
- Alter, Kastrationsstatus und individuellen Stoffwechsel.
3. Nassfutter für Hunde: Vorteile und Grenzen
Kommen wir zur Hundeernährung mit Nassfutter (Dosen, Schalen, Beutel). Es gilt oft als schmackhafter und „reichhaltiger“.
3.1 Vorteile von Nassfutter
-
Hoher Wassergehalt
Oft über 70–75 %. Das unterstützt die Flüssigkeitszufuhr und ist besonders hilfreich bei Hunden, die wenig trinken, oder bei Nierenerkrankungen (immer unter tierärztlicher Kontrolle). -
Höhere Akzeptanz
Geruch und Konsistenz sprechen viele Hunde stark an; nützlich für:- mäkelige Hunde
- ältere Hunde
- Tiere in der Genesungsphase.
-
Geringere Energiedichte
Bei gleichem Napfvolumen liefert Nassfutter oft weniger Kalorien als Trockenfutter: Das kann bei Abnehmprogrammen helfen (das Gefühl, „satt“ zu sein, stellt sich früher ein).
3.2 Nachteile und Schwächen von Nassfutter
-
Höhere Kosten pro Tagesration
Bei gleicher Qualität ist Nassfutter oft teurer, wenn es als Alleinfutter eingesetzt wird. -
Weniger praktisch bei Lagerung und Handhabung
Nach dem Öffnen muss es im Kühlschrank aufbewahrt und innerhalb weniger Tage verbraucht werden. -
Rückstände an den Zähnen
Nassfutter unterstützt die mechanische Zahnreinigung nicht wie manche Trockenfutter: Die Mundhygiene muss mit anderen Mitteln gepflegt werden (Zähneputzen, vom Tierarzt empfohlene Zahnsnacks usw.). -
Schwankende Qualität
Auch hier gilt: Etikett lesen:- Produkte meiden, bei denen nur „Nebenerzeugnisse“ hervorgehoben werden
- Formulierungen mit klar ausgewiesenen Fleischbestandteilen bevorzugen.
3.3 Trockenfutter oder Nassfutter? Kann man sie mischen?
Eine der häufigsten Suchanfragen lautet: „Hundeernährung Trockenfutter oder Nassfutter“. Die ehrliche Antwort ist: es kommt darauf an.
Mögliche Ansätze:
-
Nur Trockenfutter
In Ordnung, wenn es hochwertig ist, korrekt dosiert wird und der Hund ausreichend trinkt. -
Nur komplettes Nassfutter
Ebenfalls sinnvoll, aber meist teurer; ideal für Hunde mit besonderen Bedürfnissen (immer tierärztlich abgestimmt). -
Mischfütterung aus Trocken- und Nassfutter
Oft ein sehr guter Kompromiss:- höhere Schmackhaftigkeit
- mehr Wasser in der Ernährung
- gute Alltagstauglichkeit
Wichtig dabei:
-
Keine doppelten Vollrationen geben
Wenn Trocken- und Nassfutter beide als „Alleinfutter“ ausgewiesen sind, reicht es nicht, einfach die Mengenangaben zusammenzuzählen:
Man muss die Mengen beider Futter reduzieren, damit die Kalorien nicht zu hoch werden. -
Gewohnheiten stabil halten
Plötzliche Futterwechsel oder zu häufige Wechsel im Mix können Magen-Darm-Probleme verursachen.
4. Selbst gekochtes Futter für Hunde: Chancen und Risiken
Für alle, die gern kochen oder die Inhaltsstoffe maximal kontrollieren möchten, ist selbst gekochtes Hundefutter eine verlockende Option. Es muss jedoch sehr verantwortungsvoll angegangen werden.
4.1 Warum viele die selbst gekochte Ernährung in Betracht ziehen
Häufige Gründe:
- Wunsch nach frischen und nachvollziehbaren Zutaten
- Misstrauen gegenüber „industriellen“ Zutaten
- Hunde mit Unverträglichkeiten, Allergien oder komplexen Erkrankungen
- Bedarf an maßgeschneiderten Rezepten nach Empfehlung des tierärztlichen Ernährungsberaters.
Eine gut formulierte selbst gekochte Ernährung kann hervorragend sein. Das Problem entsteht, wenn sie improvisiert wird.
4.2 Die Risiken von „selbst gestrickten“ Hausrationen
Die häufigsten Fehler:
-
Ungleichgewicht von Kalzium und Phosphor
Viele Halter ergänzen Kalzium nicht korrekt; langfristig kann das Knochen und Zähne schädigen, besonders bei Welpen und jungen Hunden. -
Mangel an Mikronährstoffen
Die bloße Kombination aus „Fleisch + Reis + Gemüse“ deckt selten den gesamten Bedarf an Vitaminen und Mineralstoffen. -
Zu viel oder zu wenig Energie
Ohne genaue Berechnung ist es leicht, den Energiebedarf zu über- oder zu unterschreiten. -
Verwendung von für Hunde gefährlichen Lebensmitteln
Zwiebeln, Knoblauch, Trauben, Schokolade, bestimmte Süßstoffe, gekochte Knochen … können giftig oder sehr riskant sein.
4.3 Wann eine selbst gekochte Ernährung sinnvoll sein kann
Selbst gekochtes Hundefutter kann eine interessante Wahl sein, wenn:
- der Hund spezifische Erkrankungen hat (Nieren, Leber, Magen-Darm-Trakt) und der Tierarzt eine individuelle Ernährung empfiehlt
- Futtermittelallergien nachgewiesen wurden und bestimmte Zutaten vermieden werden müssen
- du dir ausdrücklich eine frische Ernährung wünschst und bereit bist, sie mit professioneller Unterstützung konsequent einzuhalten.
In diesen Fällen ist es entscheidend:
- sich an einen Tierarzt mit ernährungsmedizinischer Erfahrung zu wenden
- genaue Rezepte mit Grammangaben, Ergänzungen, Zubereitungs- und Lagerhinweisen zu erhalten
- regelmäßige Kontrollen durchzuführen (Gewicht, Blutwerte, Allgemeinzustand).
5. Das Etikett von Hundefutter lesen: praktische Kurz-Anleitung
Unabhängig von deiner Wahl – trocken, nass oder gemischt – ist es entscheidend, das Futteretikett richtig zu interpretieren.
5.1 Essenzielle Checkliste für das Etikett
Wenn du eine Packung in die Hand nimmst, prüfe:
-
Futterart
- „Alleinfuttermittel“ für Hunde
- „Ergänzungsfuttermittel“ für Hunde (darf nicht das einzige Futter sein).
-
Tierart und Lebensphase
- Erwachsener Hund
- Welpe
- Senior
- Klein-/Mittel-/Großrasse (falls angegeben)
-
Klare Zutaten
- Konkret benannte tierische Quellen (Huhn, Rind, Lachs …)
- Gut erkennbare Kohlenhydratquellen (Reis, Mais, Kartoffel)
- Zu allgemeine Produkte vermeiden.
-
Garantierte Analyse
- Protein, Fett, Faser, Rohasche
- Feuchtigkeit (hilfreich, um die tatsächliche Nährstoffdichte einzuschätzen).
-
Zusatzstoffe
- Ernährungsphysiologische Zusatzstoffe (Vitamine, Mineralstoffe)
- Technologische Zusatzstoffe (Konservierungsstoffe, Antioxidantien)
besser, wenn sie klar benannt sind.
-
Verwendungshinweise
- Grammangaben nach Gewicht des Hundes
- Lagerungshinweise
- Eventuelle Warnhinweise.
5.2 Fragen, die du dir vor dem Regal stellen solltest
- Ist die erste Zutat tierischen Ursprungs?
- Ist das Futter für das Alter und die Größe meines Hundes geeignet?
- Gibt es Erkrankungen, die spezielle Formeln erfordern (z. B. Nieren, Darm)?
- Hat mein Hund auf bestimmte Zutaten mit Unverträglichkeiten oder Allergien reagiert?
- Passt es in das Budget, das ich langfristig tragen kann?
6. Wie man das „beste Hundefutter“ für DEN eigenen Hund auswählt
Es gibt kein perfektes Futter für alle. Um das beste Hundefutter zu wählen, musst du Folgendes zusammenbringen:
- die Eigenschaften des Hundes
- den Lebensstil
- deine praktischen und finanziellen Möglichkeiten
- eventuelle tierärztliche Empfehlungen.
6.1 Faktoren, die vom Hund abhängen
Bewerte:
-
Alter
- Welpe: höherer Bedarf für das Wachstum
- Erwachsener Hund: Erhaltung
- Senior: Augenmerk auf Gewicht und innere Organe.
-
Gewicht und Körperzustand
- Übergewichtig? Dann besser ein kalorienärmeres Futter und kontrollierte Portionen.
- Untergewichtig oder sehr aktiv? Dann kann energiereicheres Futter sinnvoll sein.
-
Aktivitätsniveau
- Couchhund
- Sport- oder Arbeitshund
- Lange tägliche Spaziergänge oder eher ein sitzender Alltag.
-
Gesundheitszustand
- Diagnostizierte Erkrankungen (Nieren, Herz, Darm, Gelenke)
- Bekannte Allergien oder Unverträglichkeiten.
6.2 Faktoren, die dich und deinen Alltag betreffen
Frag dich:
- Wie viel Zeit kann ich für die Zubereitung der Mahlzeiten aufwenden?
- Habe ich die Möglichkeit, Nassfutter oder Frischfutter korrekt zu lagern?
- Wie hoch ist mein realistisches Monatsbudget für die Ernährung?
- Wie bequem ist es für mich, Futter online zu bestellen oder schwere Säcke zu transportieren?
7. Praktische Beispiele für Fütterungsentscheidungen
Um die Überlegungen greifbarer zu machen, hier einige typische Beispiele – nur als Anhaltspunkt, nicht als medizinische Verordnung.
7.1 Gesunder erwachsener Hund, normales Leben in der Wohnung
Mögliche Wahl:
- Hochwertiges Komplett-Trockenfutter als Basis
- Eventuell ein kleiner Anteil Nassfutter für Geschmack und Flüssigkeitszufuhr
- Gewicht alle 1–2 Monate kontrollieren und die Portionen anpassen.
7.2 Welpe im Wachstum
Besondere Aufmerksamkeit auf:
- Spezialfutter für Welpen (und je nach Angabe für die Rassegröße)
- Komplettes Trocken- oder Nassfutter, formuliert für den Knochenaufbau
- Selbst gekochte Rationen ohne tierärztliche Anleitung vermeiden: Das Risiko von Ungleichgewichten ist hoch.
7.3 Älterer Hund mit beginnenden Nierenproblemen
Ein sensibler Fall, der immer mit dem Tierarzt besprochen werden sollte:
- Häufig wird eine spezielle Nierendiät in Betracht gezogen (Trockenfutter, Nassfutter oder individuell formulierte Hausration)
- Nassfutter kann die Flüssigkeitszufuhr unterstützen
- Entscheidend ist, den vom Tierarzt festgelegten Ernährungsplan einzuhalten und regelmäßige Kontrollen durchzuführen.
8. Häufige Fehler in der Hundeernährung, die man vermeiden sollte
Eine kurze Liste mit Dingen, die man nicht tun sollte.
-
Futter plötzlich wechseln
Besser immer schrittweise innerhalb von 5–7 Tagen auf ein anderes Futter umstellen. -
Sich nur vom niedrigsten Preis oder vom Verpackungsdesign leiten lassen
Das Etikett ist viel wichtiger als das Foto auf der Verpackung. -
Regelmäßig menschliche Essensreste geben
Salz, Gewürze, Zubereitungsarten und bestimmte Lebensmittel sind ungeeignet oder schädlich. -
Ganze Zutatengruppen ohne Grund ausschließen
Zum Beispiel alle Getreidearten ohne echte medizinische oder ernährungsphysiologische Notwendigkeit. -
Modetrends aus sozialen Netzwerken blind folgen
Jeder Hund ist anders; was für den einen passt, muss für den anderen nicht richtig sein.
9. Praktische Tipps für die tägliche Fütterung
9.1 Tipp-Box: gesunde Futterroutine
- Halte möglichst regelmäßige Fütterungszeiten ein.
- Teile die tägliche Ration in mindestens 2 Mahlzeiten auf (kleiner und häufiger).
- Kontrolliere Gewicht und Körperform mit Auge und Hand (die Rippen sollten fühlbar, aber nicht zu stark sichtbar sein).
- Achte auf Kot, Fell und Energie: Oft sind das die ersten Anzeichen, dass etwas nicht stimmt.
- Bei anhaltenden Symptomen (Erbrechen, Durchfall, Gewichtsverlust, Apathie) sofort den Tierarzt kontaktieren.
9.2 Wie eine App wie PawsPet helfen kann
Wer die Hundeernährung im Alltag besser organisieren möchte, profitiert davon, wenn er Folgendes zur Hand hat:
- eine vollständige Tierakte mit aktuellem Gewicht, Alter, Krankheiten und Allergien
- ein Fütterungstagebuch, in dem man notiert:
- Futterart (Trockenfutter, Nassfutter, selbst gekochtes Futter)
- Marke, Sorte, Menge
- Reaktionen (Kot, Appetit, eventuelle Beschwerden)
- Erinnerungen für:
- Futterkauf, bevor es ausgeht
- regelmäßige Ernährungsberatungen beim Tierarzt
- eine Historie von Gewicht und Maßen, um die Entwicklung über die Zeit zu verfolgen.
Die App PawsPet ist genau dafür gedacht, dir zu helfen, all diese Informationen zu bündeln, damit du sie bei Bedarf leicht mit dem Tierarzt teilen kannst, wenn ein Ernährungsplan erstellt oder angepasst werden muss.
10. Wann man beim Tierarzt einen individuellen Ernährungsplan anfragen sollte
Es gibt Situationen, in denen man besonders nicht improvisieren sollte:
-
Welpen großer oder riesiger Rassen
Die Skelettentwicklung ist heikel; das Verhältnis von Kalzium und Phosphor muss präzise ausgewogen sein. -
Hunde mit chronischen Erkrankungen
Nieren-, Leber-, Herz-, Magen-Darm- oder endokrine Erkrankungen (z. B. Diabetes, Schilddrüsenunterfunktion). -
Vermutete oder bestätigte Futtermittelallergien
Häufig ist ein Diagnoseprotokoll mit Ausschlussdiäten und kontrollierten Wiedereinführungen nötig. -
Sehr sportliche oder arbeitende Hunde
Die Ernährung muss auf den hohen Energieverbrauch abgestimmt werden. -
Wunsch nach Umstellung auf selbst gekochte Ernährung
Hier ist die Unterstützung durch einen tierärztlichen Ernährungsberater unverzichtbar, der genaue Rezepte inklusive Ergänzungen und Mengen erstellt.
In all diesen Fällen lautet der Rat:
- Alle Informationen über den Hund geordnet sammeln (Gewicht, Symptome, bisheriges Futter, Mengen, Fütterungshäufigkeit).
- Diese Daten dem Tierarzt mitbringen: Wenn alles gesammelt vorliegt, zum Beispiel über PawsPet, lässt sich viel leichter ein individueller Plan erstellen, der wirklich zum Hund passt.
Fazit: Die richtige Balance für deinen Hund finden
Zusammengefasst:
- Trockenfutter: praktisch, komplett, für die meisten Hunde geeignet, sofern es hochwertig ist und richtig dosiert wird.
- Nassfutter: sehr schmackhaft, wasserreich, in vielen Situationen sinnvoll; muss sorgfältig gehandhabt werden und ist oft teurer.
- Selbst gekochtes Futter: kann ausgezeichnet sein, aber nur, wenn es von einem Profi formuliert und exakt eingehalten wird.
Auf die Frage „Ist Trockenfutter, Nassfutter oder selbst gekochtes Futter besser?“ gibt es keine einzige Antwort.
Es gibt die richtige Antwort für deinen Hund, in seiner aktuellen Lebensphase.
Beobachte deinen Vierbeiner, sprich mit dem Tierarzt und nutze digitale Hilfsmittel, die dir helfen, seinen Zustand wirklich zu überwachen.
Wenn du seine Ernährung, Gesundheitsdaten und Erinnerungen für Besuche und Kontrollen einfacher und übersichtlicher verwalten möchtest, kannst du die PawsPet-App ausprobieren: Alles an einem Ort zu haben, hilft dir, ruhigere und langfristig bessere Entscheidungen für das Wohlbefinden deines Hundes zu treffen.
FAQ zu Hundeernährung, Trockenfutter, Nassfutter und selbst gekochtem Futter
Was ist besser für den Hund: Trockenfutter oder Nassfutter?
Das hängt vom einzelnen Hund und vom Kontext ab. Trockenfutter ist praktisch und vollständig, Nassfutter ist sehr schmackhaft und wasserreich. Oft ist eine ausgewogene Kombination aus beidem eine gute Lösung. Die Wahl sollte immer an Alter, Gesundheit, Gewicht und Lebensstil des Hundes angepasst werden, möglichst mit Unterstützung des Tierarztes.
Kann ich meinem Hund jeden Tag selbst Futter kochen?
Ja, aber nicht ohne Fachwissen. Selbst gekochtes Hundefutter sollte von einem Tierarzt mit ernährungsmedizinischer Erfahrung formuliert werden, um Ungleichgewichte bei Vitaminen, Mineralstoffen und Energie zu vermeiden. Rezepte aus dem Internet oder improvisierte Reste vom Familientisch sind selten wirklich vollständig und ausgewogen.
Woran erkenne ich, ob das Futter meines Hundes von guter Qualität ist?
Prüfe das Etikett des Futters:
- klare tierische Zutaten an erster Stelle (z. B. Huhn, Rind)
- die Bezeichnung „Alleinfuttermittel“
- eine Nährstoffanalyse, die zur Lebensphase passt
- das Vorhandensein von Vitaminen und Mineralstoffen.
Beobachte außerdem deinen Hund: Energie, Fellqualität, regelmäßiger Kotabsatz und stabiles Gewicht sind positive Zeichen.
Wie oft kann ich die Marke oder Fütterungsart meines Hundes wechseln?
Am besten nicht häufig und ohne Grund. Wenn du auf ein neues Futter umstellen musst – neue Marke, neue Sorte, Wechsel von Trocken- zu Nassfutter oder umgekehrt –, dann schrittweise über 5–7 Tage, indem du altes und neues Futter mischst und den Anteil des neuen langsam erhöhst. Bei Erkrankungen oder besonderen Bedürfnissen solltest du vor einer Futterumstellung immer den Tierarzt fragen.



